33G HI. Vom Tode Alexanders d. Gr. bis zu Augiistus (323—31) v. Chr.).
anzuwenden. In der Kunst der Belagerung stehen Alexander und Cä-sar auf gleicher Stufe und höher als Hannibal, Jeder natürlich gemässder Entwickeluug und des Standpunkts dieser Kunst zu ihrer Zeit;Hannibal liebte weder EinSchliessungen noch Belagerungen, er hattedazu auch weder Mittel noch Möglichkeit.
Das sind die Züge, welche Alexander, Hannibal und Cäsar mehroder minder gemeinsam sind. Was nun die besondern oder per-sönlichen Züge ihrer Kriegführung anbelangt, so hingen sie ganz undgar ab von dem persönlichen Charakter und den Zielen eines Jeden, vonden Umständen, unter denen sie handelten, von den Mitteln, über die sieverfügten, sie müssen daher sich unter einander ebenso erheblich unter-scheiden , als die drei Persönlichkeiten von einander verschieden waren,und tragen vorzugsweise den entschiedenen Stempel des persönlichenCharakters eines jeden dieser Feldherren. Diese Besonderheiten wurdenschon an ihrer Stelle angeführt, es ist unnütz, sie hier zu wiederholen.
Zum Schluss aber dieses allgemeinen Kückblickes auf Cäsar, sowohlfür sich allein, als im Vergleich zu Alexander und Hannibal, soll nochgesagt werden, dass, wie er auch als Mensch, Politiker undStaatsmann gewesen sein mag, als Feldherr er mit vollem Rechtund Billigkeit mit Alexander und Hannibal gleich steht auf derhohen Stufe eines grossen Feldherrn des Alterthums und allerZeiten überhaupt, eines Musters, das des Studiums und der Nach-ahmung in vollstem Maasse werth ist.