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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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316 III. Vom Tode Alwamdcr's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v Chr.).

noch hierdurch und besonders durch den Triumph über das edle undnoch immer bei den Römern beliebte Geschlecht des Pompejus, seineSöhne und Anhänger, und über römische Bürger, sowie auch dadurchgrosses Aergerniss, dass er seine Legaten Fabius und Cälius mit demTriumphe beehrte, und zwar empörte dies vorzugsweise die äusserstenFreunde der republikanischen Partei.

Cäsar, der nunmehr der mit unbeschränkter Macht bekleidete Herr-scher des weiten römischen Reiches, das nach damaligen Begriffen dasUniversum bedeutete, in Europa, Asien und Afrika geworden war, mitallen den colossalen Kräften und Mitteln desselben, begann dem ent-sprechende weite staatsmänuische Entwürfe zu fassen und zum Theilauszuführen. Eine grosse Zahl Senatoren und Patrizier wurde von ihmernannt, der Senat aber in seinen (Cäsar 1 s) Rath umgewandelt, seineFreunde wollte er zu seinen Ministern, die Regierungsbeamten zu seinenBeamten machen. Den Bürgerkrieg hatte er unternommen und siegreichdurchgeführt mit Hülfe der Volkspartei und des Heeres, die ihm zurStütze dienten, nach Beendigung des Krieges, da diese ihre Belohnunghierfür erwarteten, ihreStimme erhoben und Forderungen stellten, nahmer zur Aristokratie als hemmendes Gegengewicht seine Zuflucht, suchtesich auf sie zu stützen und erhob die Führer ihrer vornehmsten Ge-schlechter zu den höchsten Stellen und Aemtern. Er hatte allen seinenvon der pompejanischen Partei noch übrig- gebliebenen Feinden verzie-hen, vertraute ihnen nun aber zu sehr und traf gar keine besonderenVorkehrungen zu seiner persönlichen Sicherheit. Alle seine Handlungenzeigten inzwischen zu deutlich, wie sehr er die republikanischen Formenverachtete und nach Erlangung der Königswürde, ja selbst des Namensund der Abzeichen derselben trachtete, und dies zog ihm in immerhöherem Grade den Hass der Republikaner zu. Einige Schriftstellerbringen diese Stimmung gegen ihn mit den masslossen ihm erwie-senen Ehren und ihm geschenkten Privilegien in so fern in Zusammen-hang, als sie daraus den Gedanken herleiten, dass einige dieser Vor-rechte etc., namentlich die von Cicero vorgeschlagenen*, eine versteckteIronie gewesen, ja mehr noch, nur in der Absicht beantragt wordenseien, um Cäsar noch verhasster zu machen. Der römische HistorikerFlorus spricht diese Idee deutlich aus, indem er sagt, man habe denCäsar mit diesen Ehrenbezeigungen geschmückt, wie das Schlacht-opfer vor der Opferung.

Die staatsmännischen Pläne und Massregeln Cäsar's waren, derWeite seiner Gedanken und der ihm eigenen Thätigkeit entsprechend, vonverschiedenster Art und Wichtigkeit. Im Allgemeinen hauptsächlich umHerstellung einer festen Ordnung in Rom und Italien besorgt, erneute erdie Gesetze über Verschwendung (oder gegen die Verschwender), legte