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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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314 III. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

Ausdauer und Tapferkeit in der Schlacht, durch Anhänglichkeit undVertrauen zu ihrem Feldherrn, kurzum durch alle Eigenschaften einesvortrefflich geschulten und vom besten Geiste beseelten Heeres aus, das,erfahren und kriegsgeübt, die Ehre dieser letzten Zeit der römischenRepublik rettet und selbst der besten Zeiten derselben würdig erscheint,besonders aber Cäsar's selbst würdig ist, dem allein es seine Tüchtigkeitverdankte. Der Beweis hierfür ergiebt sich daraus, dass dieselben römi-schen Soldaten des Pompejus und nachher seiner Partei sich nicht ent-fernt in den angegebenen Tugenden mit jenen vergleichen lassen. IhreFührer aber, Pompejus, Afranius, Petrejus, Varus, Labienus, Scipio,die Söhne des Pompejus u. s. w., konnten sich als Feldherren noch weitweniger mit Cäsar vergleichen, obgleich sie eine grosse Kriegserfahrunggewonnen hatten. Und obgleich es Cäsar nicht wenig Mühe machte, siezu überwinden, so raubte doch seine entschiedene persönliche IJeber-legenheit über sie ihnen alle klare Ueberlegung und führte sie zu klein-müthiger Verzagtheit und Verzweiflung. Während dessen blieb Cäsar inallen Schwierigkeiten, Gefahren, selbst in den verzweifeltsten Lagen,immer fest und ohne Schwanken, und fand in seinem Genie und Willenunerschöpfliche Mittel, um sich zu helfen und stets zuletzt als Sieger her-vorzugehen.

Aus allen diesen Gründen sind die Operationen Cäsar's im Bürger-kriege noch mehr, als die in Gallien, einer besonderen Beachtung undsorgfältiger Erforschung und Studiums vollkommen und um so mehr wür-dig, als sie die letzten Operationen des letzten grossen Feld-herrn des Alterthums sind.