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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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268 III. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

selben mit den oben angegebenen Truppen auf, umging auf dem kürzestenWege das feindliche Lager, rückte grade auf die Stadt Zeta'los von derRückseite her und bemächtigte sich der Stadt und der Vorrathsmagazineohne Widerstand, da die beiden Legionen Scipio's in der Umgegend zer-streut waren, um Lebensmittel zusammenzutreiben. Hiermit noch nichtzufrieden, wollte er auch noch die beiden Legionen angreifen, aber schonrückte der grössteTheil des Scipionischen Heeres gegen Zeta vor. Trotzdemlegte Cäsar eine Besatzung in diese Stadt, obgleich diese nach seinemAbmarsch gänzlich von ihm abgeschnitten und auf sich selbst angewiesen,der Laune des Zufalls preisgegeben sein musste. Als der Feind sichnäherte, zog sich Cäsar auf demselben Wege wieder zurück, es gelangihm auch glücklich und ohne Kampf die Ebene zu durchschreiten, in wel-cher die Stadt Zeta lag. Als er aber in das bergige und durchschnitteneTerrain kam, wurde er von allen Seiten durch zahlreiche numidischeCavallerie, leichtes Fussvolk, Bogenschützen und Schleuderer des La-bienus angegriffen, welche ausserordentlich gewandt und tapfer waren.Labienus hatte hierbei die Kampfart der numidischen Reiterei adoptirt: so-bald das von allen Seiten angegriffene und mit einem Hagel von Steinen undPfeilen überschüttete Legionarfussvolk sich im Laufschritt gegen dieAngreifer wandte, machten diese ungesäumt und schnell Kehrt und löstensich auf, sobald aber die Legionare sich wieder in Marsch setzten, kehr-ten Jene zu erneutem Angriff zurück. Die Cavallerie Cäsar's auf abge-matteten Pferden, mit Pfeilen bedeckt, verwundet, musste schliesslichganz und gar aus dem Gefecht gezogen und vorausgeschickt werden. DieRückzugsbewegung Cäsar's durch das gebirgige Land ging solchergestaltunter grossen Schwierigkeiten sehr langsam und mit schweren Verlustenbis zum späten Abend vor sich; er hatte ein grosses ausgedehntes Viereck[agmen quadratum) formirt, innerhalb dessen alle zu Zeta genommenenVorräthe sich befanden. In dieser Ordnung gelang es Cäsar endlich, ob-schon mit grossem Verluste, glücklich sein Lager zu erreichen.

Bei dieser Gelegenheit zeigte sich der Unterschied zwischen Cäsarund Scipio recht deutlich. Das Unternehmen des Ersteren war ausser-ordentlich gewagt, es kann nur durch seinen günstigen Ausgang sowiedadurch gerechtfertigt werden, dass Cäsar es wohl nur deshalb zu wagenbeschloss, da er einen Gegner wie Scipio vor sich hatte. Guischard sagt,dass Scipio keine Geistesgegenwart besessen, und dass er die ergriffenenMassregeln viel zu eilig durchgeführt habe. Er wusste, dass Cäsar zubestimmter Zeit eintreffen werde, war stärker als Jener, konnte ihm denRückzug ganz verlegen, und hatte die beste Gelegenheit, ihn anzugrei-fen, da ein grosser Theil von Cäsar's Armee durch den Transport behin-dert, ausserdem Alles auf dem Marsche begriffen, und endlich das Ter-rain bergig und für Bewegung und Gefecht gleich ungünstig war. Statt