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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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147
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40. Allgemeiner Ueberblick über den Krieg Cäsar's in Gallien. 147

jyraetoriana, die Zelte von 1 / i der gesarnmten Cavallerie und >/ 2 a U erBogenschützen.

In dem mittleren oder prätodänischen Theil (latera prae-toriij, den Seitenwällen gegenüber, lagerte y 5 aller Cohorten, zu gleichenTueilen (je Vio) auf beiden Seiten. In der Mitte lag, in Form eines läng-lichen Rechtecks, das Prätorium oder der Platz des Hauptquartiers,das Zelt des Feldherrn mitten darin, die Zelte aller höheren und niede-ren Offiziere und der gemeinen Soldaten dicht dabei rechts und linksvom Prätorium. Zwischen den Cohorten an den Seitenwällen und denTruppen beim Prätorium befanden sich die Zelte der Hälfte der Cavalle-rie, je y 4 zu beiden Seiten.

Endlich befanden sich in dem hinteren Theile des Lagers, der reten-tura: in der Mitte, in Form eines länglichen Vierecks, gleich dem Prä-torium, das Quästorium oder der Platz für alle höheren und niederenBeamten der Kriegsverwaltung (Intendantur) mit dem Q u ä s t o r (Gene-ral-Intendant und Schatzmeister) beginnend; zu beiden Seiten desQuästorium die Zelte aller übrigen Cohorten (die Hälfte) zu gleichenTheilen (zu 1 / i ) auf jeder Seite, mit der Front nach den Seitenwällen,und zwischen Quästorium, via quintana und den Cohorten, auf beidenSeiten des Quästorium die Zelte der Hülfs-Infanterie mit Ausnahme derBogenschützen*).

Im Inneren des Lagers lief an allen vier Seiten des Walles entlangein breiter Weg, der die Zelte der Truppen vom Wall trennte und alsSammelplatz und zur Aufstellung der Soldaten bei der Vertheidigung desLagers diente. Polybius giebt denselben zu 200Fuss Breite an, Hyginusnur zu 60Fuss, Rüstowist der Meinung, dass zu Cäsar's Zeiten er wahr-scheinlich nicht weniger als 120 Fuss breit gewesen sei.

Die Grösse des gesarnmten Lagers hing ab von der Zahl der indemselben unterzubringenden Cohorten oder Legionen, Reiter, Hülfs-Rruppen, Trains u. s. w., sie konnte, je nach Umständen, (z. B. um diewirkliche Stärke zu verbergen und den Feind zu täuschen) um l / 4 oderim äussersten Falle um i j i der Flankenlänge vermindert werden. Ver-grössern konnte man sie in keinem Fall.

Die Auswahl des Platzes für das Lager war, abgesehen von strate-gischen und taktischen Gesichtspunkten, noch bedingt durch folgendeAnforderungen: 1) Lage auf erhöhten Punkten, vorzugsweise aufsanften Abhängen und zwar so, dass vor dem Lager nur noch dieHälfte des Abhangs lag, womöglich auch noch ein Fluss oder Bach oder

*) Die bei dieser Verkeilung nicht erwähnten, also übrigbleibenden Truppen,Cavallerie und Bogenschützen etc. waren auf Wache.

Anmerkung des Uebersetzers.10*