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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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144 HI. Vom Tode Alexaiuler's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

Tliaten, an die Sache, für welche sie kämpften, an ihre letzten Siegeund Niederlagen erinnerte und ihren Muth, ihre Tapferkeit anfeuerte.Dann wandte er sich [ zu der Flanke des angreifenden Flügels undgab hier durch die Trompete das Signal {signum) zum Kampf; alleLegionstrompeter bliesen dieses Signal nach. Im selben Augenblickging der angreifende Flitgel zur Attake vor, das Schlachtgeschrei [bari-tus) ausstossend, die übrigen Legionen des ersten und zweiten Treffensfolgten alsbald. Die Eeiterei verblieb unterdessen mit der ihr beigege-benen leichten Infanterie in abwartender Haltung in einiger Entfernungvon dem vordersten Treffen der Legionen, bereit zur Abwehr einesfeindlichen Angriffs auf die Flanke, wie zur Attake auf die gegenüber-stehende Keiterei, um diese zuerst zurück zu werfen und dann das feind-liche Fussvolk in der Flanke anzugreifen. Der Feldherr leitete das Ge-fecht, führte ermattete Truppen heraus, frische hinein, persönlich oderdurch die bei ihm befindlichen Offiziere, oder durch Signale mit derTrompete oder mit den Feldzeichen. Wenn der Sieg entschieden war,so warf die Eeiterei sich verfolgend dem Feinde nach, die Legionenfolgten derselben. Endete der Kampf unglücklich oder mit einer Nieder-lage, so zogen sich die Truppen in das hinter ihnen liegende Lager zu-rück, wo sie sich sammelten und aufs Neue formirten.

Die Vertheidigungsschlacht hatte stets den Zweck, unter Aus-nutzung des Terrains möglichst den Feind am Vorrücken zu hindern, ihnaufzuhalten, ihn während dessen aus der Ferne mit Geschossen zu über-schütten, dadurch zu schwächen und jede sieh darbietende Gelegenheit,jeden günstigen Augenblick zu benutzen zum Vorbrechen im einzelnenoder allgemeinen Vorstoss. Es gab zwei Mittel der Defensive: das klei-nere lag in dem Vorhandensein und der Brauchbarkeit des leichten Fuss-volks und der Bogenschützen, das hauptsächlichere in der glücklichenAuswahl eines günstigen Terrains. War ein solches nicht vorhanden, sokonnte dem nur durch die Kunst mit allen ihren Hülfsmitteln abgeholfenwerden. Dies Alles lässt sich klar nachweisen an der Vertheidigungs-position, welche Cäsar am rechten Ufer der Axona ausgesucht hatte.Sein Lager lag auf einer Anhöhe, welche im Süden durch die Axona be-grenzt wurde; nördlich derselben lag ein flaches Plateau mit ziemlichsteilem Ost- und Westabhange; nach Norden, dem Feinde zugekehrt,war der Abfall sanft, auf ihm lag ein kleiner Sumpf. Auf dieser Anhöheund deren Böschung bis zum Sumpfe hin hatte Cäsar seine vorhandenensechs Legionen aufgestellt, mit der Front gegen den Sumpf, welchen derFeind beim Angriff durchschreiten musste; dabei war Unordnung unver-meidlich, und die Legionen konnten dann hierbei sehr bequem und er-folgreich von oben nach unten angreifen. Allein dieser Sumpf war vongeringer Breite, und die Belgier, auf ihre grosse Anzahl bauend