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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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39. Kriege und Feldzüge Julius Cäsar's (5845 v. Chr.). 1 III

und Schrecken versetzt wurden. Bald nachher vermehrte sich diese Be-stürzung noch erheblich durch die Nachricht, dass Trebonius mit seinenLegionen heranrücke, und veranlasste sie die Besorgniss vor einem glei-chen Schicksal, wie die Bewohner und Krieger von Alesia es erlitten,nur noch auf möglichst raschen Abzug zu denken. Nachdem sie vorTagesanbruch alle ihre Greise, Kranken und die gesammte Bagage vor-ausgeschickt hatten, folgten sie denselben früh Morgens aus ihrem La-ger, nur wenige Truppen zur Deckung ihres Rückzugs und um die Rö-mer aufzuhalten vor demselben zurücklassend.

Cäsar Hess sogleich Brücken über den Sumpf schlagen, führte dieLegionen über dieselben auf den Berg, auf welchem das Lager derGallier stand, und rückte in Schlachtordnung weiter. Die Gallier wag-ten nicht den Rückzug vor seinen Augen fortzusetzen und machten Halt,um sich gegen einen etwaigen Angriff vertheidigen zu können; aberCäsar Hess seinerseits auch ein Lager schlagen und stellte vor demsel-ben seine Truppen in Schlachtordnung auf. Nun griffen die Gallier zurList: sie trugen Alles, was sie an Stroh, Reisig und Faschinen bei sichhatten, zusammen, breiteten es vor der Front ihrer Aufstellung aus undzündeten es an; unter dem Schutze dieses Feuers und des entstehendenRauches gingen sie dann bei Nacht in möglichster Eile zurück.

Als Cäsar dies erfuhr, schickte er ihnen seine ganze Reiterei nach,allerdings mit grosser Vorsicht, mit dem Fussvolke folgte er selber nach.Die Gallier, welche rascher zurückgegangen waren, als die römischenTruppen folgen konnten, machten bald wieder in einer günstigen Posi-tion Halt und legten Theile ihres Fussvolks und ihrer Reiterei an ver-schiedene Orte in Verstecke.

Bald danach erfuhr Cäsar, dass Correüs mit 6000Mann zu Fuss und1000 Mann zu Pferde auserlesener Truppen sich heimlich an einer Stellein Hinterhalt gelegt habe, von der er annahm, dass die Römer ihre Fou-rageurs hinschicken würden, da dort grosser Reichthum an Lebensmit-teln und Fourage vorhanden war. In Folge dessen schickte Cäsar seineCavallerie mit den Bogenschützen vor zum Schutz der Fouragirenden,er selbst folgte der Cavallerie mit den Legionen. Die Reiter hatten balddie Gallier entdeckt in einer Waldlichtung von 1000,'Schritt Länge undBreite, die durch einen tiefen Wasserlauf begrenzt war. Die römischeReiterei ging sogleich gegen die Gallier vor, das römische Fussvolkdrang von allen Seiten gegen die Lichtung heran. Anfänglich zeigteCorreus sich nur mit einem Theile seiner Truppen und griff die römischeCavallerie an, welche sich vertheidigte, aber nicht zurückwich. Dannaber kam Correus mit seinen sämmtlichen Truppen aus dem Versteckhervor und drängte die römische Cavallerie zurück. Die römischen Bo-genschützen eilten ihr zu Hülfe, der Kampf wurde allgemein und