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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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62 III. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

Städten Illyriens Truppen stellen, die Piruster aber schickten Gesandtemit der Bitte um Frieden und dem Versprechen Schadenersatz zu leisten.Cäsar forderte Geiseln, welche auch am festgesetzten Tage gestelltwurden.

Nach Ordnung der Angelegenheiten auf einem allgemeinen Land-tage in Illyrien kehrte Cäsar nach Norditalien zurück, und von dort nachGallien, besichtigte alle Winterquartiere seines Heeres und fand unge-fähr 600 Transport- und "28 Kriegsschiffe fast bereit in See zu stechen.Er lobte den Eifer seiner Soldaten und befahl alle Schiffe in dem Hafenvon Itius zusammen zu bringen (heute Boulogne-sur-mer), von wo dieUeberfahrt nach Britannien, wegen der Schmalheit der Seestrasse, sehrbequem war. Die zur Beendigung aller Vorbereitungen nöthige Zeitbenutzte er zu einem mit vier Legionen und 800 Mann Reiterei unter-nommenen Zuge gegen die Trevirer, welche keine Deputirten zu demallgemeinen Landtage geschickt, den Römern den Gehorsam verweigertund, wie das Gerücht ging, die Germanen über den Rhein herbeigerufenhatten.

Cäsar erzählt, dass die Trevirer von allen Stämmen die meiste Ca-vallerie und Truppen überhaupt gehabt haben, dass sie aber in zweifeindliche Parteien zerspalten gewesen seien. Das Oberhaupt der einen.Cingetorix, erschien bei Cäsar, um ihn seiner Ergebenheit gegen die Rö-mer zu versichern. Der Führer der andern Partei, Indutiomarus, sam-melte ein Heer, schickte alle die zum Tragen von Waffen und zumKämpfen Unfähigen in die Wälder (heute die Ardennenj und rüstetesich zu heftiger Gegenwehr. Aber von den Seinigen verlassen, erschienauch er bei Cäsar, um sich zu unterwerfen, und brachte Geiseln mit, ins-geheim aber ward er noch mehr gegen die Römer erbittert, als Cäsar,die ältesten Trevirer versammelnd, diesen auftrug, die Interessen desCingetorix zu wahren.

Nachdem er möglichst die Ruhe von dieser Seite her gesichert hatte,kehrte Cäsar mit seinen Truppen nach Itius zurück, wo er bereits dieganze Flotte (40 neuerbaute Schiffe ausgenommen, welche in Folge wi-driger Winde nach Belgien hatten zurückkehren müssen) und 4000Manngallische Cavallerie unter ihren berühmtesten Fürsten beisammen fand.Cäsar hatte dabei die-Absicht, auf dem festen Lande nur die Ergebenstenund Zuverlässigsten zurückzulassen, alle Uebrigen aber mit sich zunehmen, gewissennassen als Geiseln. Zu diesen Letzteren gehörtenunter Andern Dumuorix, einer der vornehmsten und zugleich gefährlich-sten Gallier. Cäsar. der viel Schlimmes von ihm wusste, schlug ihmseine Bitte, in Gallien zurückzubleiben, ab. Dumnorix, hierdurch er-bost, verband sich heimlich mit den übrigen vornehmen Galliern durcheidlichen Schwur, dass sie gemeinschaftlich das Interesse ihres gemein-