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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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34 HI. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

(h. Aisne) an die Grenze des Remer-Gebietes, überschritt den Fluss aufeiner Brlicke und stellte sich auf dem rechten Ufer desselben*) vor derBrücke auf einer Anhöhe auf, welche nach den Seiten und gegen einenvor ihr befindlichen Sumpf hin sanft abfiel. Das Lager seiner Armee um-zog er mit einem Wall von 12 Fuss Höhe und einem 18 Fuss tiefen Gra-ben ; auf dem linken Ufer deckte er die Brücke durch einen Brückenkopf,den er mit 6 Cohorten besetzte (3000 Mannet. Durch diese Aufstellung zubeiden Seiten der Axona deckte er erstens das Gebiet der Remer, Sues-sionen und Aeduer, von wo er seine Lebensmittel bezog, und schützte erzweitens seine eignen Verbindungen mit demselben.

Bald darauf schlössen die Belgier die 8 röm. Meilen (ca. 11 Werst= 1 Yo deutsche Ml.) vor Cäsar gelegene, den Remern gehörende kleineStadt Bibrax (h. Bievre) ein und versuchten sie zu erstürmen. Aber siewurden durch die kleine Besatzung abgeschlagen, obschon mit grosserMühe, und da in der Nacht Cäsar seine numidischen und kretischen Bo-genschützen, sowie seine balearischen Schleuderer der Stadt Bibrax zuHülfe geschickt hatte, so Hessen sie von derselben ab, verwüsteten nurdie Umgegend und bezogen dann auf dem weitgedehnten Räume Cäsargegenüber, 2 Meilen von ihm entfernt (etwa 3 Werst = fast x /2 deutscheMeile) ein Lager**).

Cäsar hatte sehr kluger Weise beschlossen, zunächst einer allge-meinen Schlacht mit den numerisch überlegenen, kriegerischen und tap-feren Belgiern auszuweichen und nur mit seiner Cavallerie gegen sie zuopeinren. Nachdem er aber einige Tage hindurch sich davon überzeugthatte, dass seine gallische Reiterei nicht schlechter sei als die belgische.Hess er die dreizehnte und vierzehnte Legion in seinem Lager zurückund stellte die übrigen vor demselben in Schlachtordnung auf. SeineFront war durch den Sumpf gedeckt, zum Schutz seiner Flanken gegeneine Umgehung durch die Belgier Hess er zu beiden Seiten der Anhöhe,senkrecht zur Frontlinie seines Heeres je einen 400 Schritte langen Wallaufführen, mit einem Graben davor und Thürmen an den Endpunkten;diese Thürme wurden mit Wurfgeschütz besetzt. Die Belgier, welcheden Kampf ungeduldig ersehnten, um gleich von vornherein dem Cäsareinen entscheidenden Schlag zu versetzen, formirten sich gleichfalls vorihrem Lager in Schlachtordnung. In dieser Stellung verharrten sie so-

unbestimmten Anzahl von Hülfstruppen zu Fuss und zu Pferde, mit welchen zu-sammen seine Macht sich auf etwa 0070,000 Mann belaufen mochte, das Detache-ment des Divitiacus ungerechnet.

*) Etwas unterhalb des heutigen Dorfes Pont-ä-Vaire an der Aisne, unweitCraonne.

**) Mit der rechten Flanke gegen das heutige Craonne, Anfang Juli nach röm.Kalender (Napoleon I.) .