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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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30. Kriege und Feldzüge Julius Cäsar's (5845 v , Chr.). 7

gegen die Römer und der Marsch seiner Armeen »auf Cyzicus den Cäsar,seine Studien aufzugeben und in die Provinz Asien zu gehen. Nachdemsr hier auf seine Kosten Truppen zusar linien g e bracht hatte, verjagte er,den Statthalter des Mithridates aus, dieser Provinz und hielt alle dieStädte im Gehorsam, welche zweifelhaft oder in der Treue gegen dieRömer schwankend waren.

§. 252.Cäsar in öffentlichen Aemtern (7460).

Indessen war es seinen Freunden zu Rom gelungen, seine Ernen-nung zum Pontifex durchzusetzen. Dies veranlasste ihn, nach'Rom zureisen; aus Furcht, dass er den Seeräubern abermals in die Hände fallenkönnte, machte er die Fahrt über das adriatischc Meer auf einem vier-ruderigen Schiffe, nur von 2 Freunden und 10 Sklayen begleitet. Sobalder 'im Jahre 7-1) wohlbehalten in Rom angelangt war, wurde er mit be-deutender Stimmenmehrheit zum Kriegstribunen gewählt, benutzte diesaber nicht zur Theilnahme an den Kriegsoperationen der Römer, wederin Hispanien gegen Sertorius, noch in Kleinasien gegen Mithridat, nochim Orient gegen die Barbaren und die Seeräuber, noch in Italien selbstgegen die aufständischen Sklaven (s. diese Kriege im 3. Bande, Ka-pitel 34 und 35). Cäsar wollte in keiner der römischen Armeen dienen,welche alle unter den Befehlen von Anhängern Sulla's standen. Als aberdie römischen Waffen überall triumphirten und an der Spitze der Republik(die zwei Nebenbuhler Pompejus und Crassus als Consuln standen, dafing Cäsar zwar vorsichtig, aber entschieden an, auf die Bildung einerstarken Partei für sich hinzuarbeiten und nach Erlangung der Volksgunstund der Erwerbung von Ansehen und Einfluss zu streben. Zur Erreichungdieses Zieles wandte er alle möglichen Mittel an, Pracht, Luxus, Ver-schwendung, Schmeicheleien gegen den Pöbel, und verbarg seine weit-greifenden ehrgeizigen Pläne hinter einem ausschweifenden Leben. Undobgleich er sich ruinirte, so erreichte er doch seine Absicht vollständig,indem er seinen Einfluss derartig erweiterte und befestigte, dass Nichtsihn hinfort zu erschüttern vermochte. Es ist unzweifelhaft, dass er schonzu dieser Zeit nach der höchsten Gewalt in Rom trachtete und die Re-publik umzustürzen beabsichtigte. Seine Absicht war beständig auf dieErhebung der marianischen und Vernichtung der sullanischen Partei ge-richtet. Der erste deutliche Beweis der Gunst, in welcher er beim ge-meinen Volke stand, war seine Ernennung zum Kriegstribunen (s. oben)und dann zum Quästor, der zweite der allgemeine Beifall, als er nachdem Tode seiner Tante, der Wittwe des Marius, sich erkühnte, öffentlich