Xiv Einleitung.
:s. und 2. Jahrhundert v. Chr. Für den zweiten punisclien Krieg und die Kriegs-operationon Hannibal's ist sie die beste und hauptsächlichste Quelle. Der Text wurdeherausgegeben: 1670 (Gronovius), J7G3 (Ernesti), 1789—95 (Schweig-häuser) u. s. w. Uebersetzungen: Dom. (Dominus) Thuillier, gelehrter Bene-dictinermönch; lateinisch und französisch vor 1727, le Chevalier de Folard,Paris 1727 (siehe unten), in deutscher Uebersetzung von Oelsnitz, Berlin 1755,und dasselbe »mit den Kriegsgedanken des H. von Guischard (siehe unten) ver-mehrt«, Wien 1700, ebenso eine Uebersetzung von Dom. Thuillier mit Anmer-kungen von Folard 1752, und Auszug daraus (Chabot, Paris 1754), — spanischRuivainba 1788, englisch Hampton 1772 und 1809, deutsch Benicken1820 u.s.w.
19) Titus Livius aus Patavium (heute Padua), 59 v.Chr. geboren, 10n. Chr. gestorben, ein Zeitgenosse des Augustus, dessen besonderer Gunst er sicherfreute. Gestützt auf die alten Traditionen und Historiker (von Fabius-Pictor be-ginnend) schrieb er eine~römische Geschichte vom Eintreffen des Aeneas inItalien bis zur Schlaehf bei Actium in 140 oder 142 Büchern (Titi Livii Patavinihistoria ab urbe condita libri CXL — CXLII), von denen uns nur die zehn erstenund dann das 21. bis 45., im Ganzen 35, und ein kurzes Fragment aus dem 91. er-halten sind. Die Kriegsereignisse sind von ihm mit grosser Ausführlichkeit be-schrieben , aber er ist oft leichtgläubig und lässt sich durch Parteilichkeit fort-reissen, namentlich für Scipio gegen Hannibal. Nächst Polybius ist er die beste undllauptquelle für den zweiten punischen Krieg. Der Text wurde herausgegeben:14(19 (Schweinheim und Pamarz, und Campanus), 1710 (Le Clerc undFreinsheim), 1738 — 46 (Drackenborch), 1780 —96 und 1813 (Stroth), 1785und 1801—4 (Ernesti), 1784 —6 und 1806 (in Zweibrücken), 1807—8 (Euperti)u. s. w. Uebersetzungen: französisch Du Eyer 1696, deutsch Wagner undWestphal 1776, Grosse 1789 — 95, Ostertagl790, englisch Baker 1814u.s.w.
20) Appianus aus Alexandria, Zeitgenosse Trajan's, Hadrian's und desAntoninus, schrieb eine römische Geschichte von der ältesten Zeit bis aufAugustus in 24 Bänden (Appiani Alexandrini Romanarum historiarum libri XXIV) ,von denen uns nur die Hälfte erhalten ist. Die Bücher VI— VII enthalten die Be-schreibung der Kriege der Eömer gegen Hannibal und die Hispanier, Buch VIII diepunischen Kriege. Appian schöpfte seine Nachrichten aus verschiedenen Quellen,deshalb ist seine Geschichte eine in sich ungleichmässige Compilation und kann nurmit Vorsicht gebraucht werden. Sie ist nicht chronologisch, sondern nach Eeichenund Ländern geordnet. In kriegerischer Hinsicht verdient sie Beachtung, weil siefast ausschliesslich die Geschichte der Kriege enthält. Der Text wurde herausge-geben : 1670 (Tollius), 1785 (Schweighäuser), 1796 (Taucher) u. s.w.Uebersetzungen: italienisch (Braccio) 1526, 1730 und 1791, spanisch 1542, fran-zösisch 1659, deutsch (Dillenius) 1793—1800.
21) Florus, zu Ende des 1. und Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr., schriebeinen kurzen Abriss der römischen Geschichte (Lucii Annaei Flori epitomererum Eomanarum libri IV) von Gründung Eoms bis zu Augustus. Der Text wurdeherausgegeben: 1680 (Gräv), 1744 (Dncker), beste Ausgabe, 1740 (Fischer),1819 (Titze), neueste Ausgabe.
22) Plutarch (siehe oben), der eine Lebensbeschreibung des Fabius Maxi-mus ;desDictators), A emilins Paul lus, Marcellus, M.Catound Flaminiuageschrieben hat.