Xii Einleitung.
Vi Bücher. Sie zeichnet sich besonders durch Genauigkeit aus und ist in militäri-scher Beziehung dadurch von Interesse, dass sie eine Menge Nachrichten überKriegswesen, Kriegskunst und Kriege vieler Völker, namentlich der Römer, enthältund sehr genaue Beschreibungen der Belagerungen von Städten bringt. In dem17. Buche sind die Kriege, Feldzüge, Schlachten, Belagerungen etc. Alexandersdes Grossen enthalten. Dies ist nächst Aman die beste Quelle. Der Text wurdeherausgegeben: im Jahre 1745 (Wesseling), 1793 — 1807 (Eyring), 1795 — 98(Waehler), 1800 (Eichstätt) u.s. w. Uebersetzungen : französische (Terr^asson)1777, deutsche (Stroth und Kaltwassev) 1782 — 87 und in: Die griechischenProsaiker, in neuen Uebersetzungen von Tafel, Oslander undSchwab, 1826.
3) Plutarch von Chäronea (50 — 130 n. Ghr.) ein gelehrter und fruchtbarergriechischer Schriftsteller, Lehrer (wieEinige meinen) des Kaisers Trajan. Er schrieban 300 philosophische und historische Werke, von welchen wir nur 125 besitzen. Seinehistorischen Werke stehen höher als die philosophischen, namentlich die 41 ver-gleichenden Lebensbeschreibungen berühmter Männer Griechenlands und Roms(Vitac parallelae XLIV.cum singulis aliquot (V), in griechischer Sprache), welche inmilitärischer Beziehung besondern Werth haben, da sie die grossen Feldherren undandere geschickte Heerführer des Alterthums charakterisiren, unter Andern auchAlexander den Grossen, von welchem sie viele wichtige Einzelheiten, Erzählungen,Anekdoten u. s. w. enthalten. Der Text wurde herausgegeben: 1729 in London(Bryan and Du Soul), 1809 in Paris (Coray), 18J2—15 in Leipzig (Schaefer)u. s. w. Uebersetzungen: französische Dacier 1702 und 1812, deutsche Schi räch1777—80, Kaltwasser 1799 — 1806, Bredow (Alexander und Julius Cäsar)1814, italienische Pompej i 1812, englische Langhorne 1813 und 1819, russischeDestunis 1820 und unter Redaction von Gerrj e 1862.
4) Quintus Curtius Rufus, ein Zeitgenosse des Tiberius, Galigula, Claudiusund Nero (14—68 n. Chr.), war Prätor, Consul und zuletzt Procousul in Afrika, woer im Jahre 09 hochbetagt starb. Hochgelehrt, aber mittelmässiger Schriftsteller,ist er besonders durch seine Geschichte Alexander's des Grossen bekanntgeworden (Quinti Curtii Rufi de .rebus gestis Alexandri Magni libriX), von derenzehn Büchern uns nur die acht letzten erhalten sind. Sein Werk enthält viele Curiosaund interessante Facta, leidet aber Mangel an Kritik und Genauigkeit in den Erzäh-lungen und ist mehr ein historischer Roman, als Geschichte. Der Text ist herausge-geben: 1648 (Freinsheim), 1670 (Rapp), 1724 (Schnackenburg, beste Aus-gabe), 1804 (Schmiedler) u. s. w. Uebersetzungen: deutsche Wagner (deutschund lateinisch) 1768, neuere Ausgabe 1851, und Ostertag 1799, spanisch DonMatteo Joannes de Segovia 1781, englische 1809 und französischeVaugelaset Du Ryer 1746, Beauzee 1818, u. v. A.
Neuere historische Hülfsmittel.
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5) Faits et conquetes dAlexandre le Grand, roi de Macedoine, Paris 1581.
6) De Bury: Histoire de Philippe et d'Alexandre le Grand, Paris 1760, einsehr mittelmässiges Werk.
7) D es cl ai son: Precis des histoires dAlexandre le Grand et de Jules Cesar,et de leurs faits militaires compares, 2 vol. Paris 1784.
8) Rennel: Memoir of a map of Hindostan, London 1793 (3. Auflage), ent-hält alle uothwendigen geographischen Erklärungen zu dem Feldzuge Alexander'sdes Grossen in Indien.