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Siegel, Register, Abschiede, Protocolle, Registrations-Bücher und derStadt Privilegien in eine richtige Ordnung zu stellen, zu verfassen,zu extrahiren und darüber mit Hülfe des Secretarii und Registratorissichere indices, inventaria und Register aufzurichten und zu verferti-gen. Und damit dies alles desto förderlicher verrichtet und zu Endegebracht werde, soll er nicht allein aller anderen Rechtssachen hin-füro entschlagen und bemiissiget sein, sondern auch keine weiterenAdvocationes annehmen und mit äusserstem Fleiss unablässig daran
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sein, damit die Registration in sechs Jahren völlig zu Ende gebrachtwerde. Inmassen er dann solches alles bei geleistetem Eide, soferner durch Gottes Gewalt daran nicht verhindert, getreulich und ohneGefährde zu vollziehen gesichert, und daneben gelobet und verspro-chen, alle. Geheimnisse und Secreta, so er hierbei vernehmen underfahren möchte, geheim und verschwiegen zu behalten. Dagegenhat wohlgedachter Rath dem Dr. Kronenberg neben seinem jetzigenjährlichen Salario alle Vierteljahr einhundert Thaler, thut das ganzeJahr 400 Thaler kölnischer laufender gemeiner Währung liefern, undhandreichen zu lassen versprochen." Mit dieser Registration konnteKronenberg aber erst im Jahre 1620 beginnen.
Kronenberg unternahm seine Arbeit mit Fleiss, Liebe und Sach-kenntniss. Vom Feste St. Johannis 1620 bis in das Jahr 1623 warer unausgesetzt mit dieser schwierigen, mühevollen Arbeit beschäf-tigt. Gesundheits-Rücksichten und anderweitige Amtsgeschäfte nöthig-ten ihn, die Arbeit auf einige Jahre zu unterbrechen. Erst am 12.Februar 1627 übergab er dem Rathe über seine „expedirten Stückeund Verrichtung ein Verzeichniss und Relation". Kronenberg „wolltedieses Werk, daran einem ehrsamen Rath und gemeiner Statt hochinmerklich gelegen, gerne continuiren und bis zur Endschaft ausfüh-ren"; aber er beklagte sich, dass „in vergangener Erfahrung undExamination der alten Schriften, Briefe und Privilegien sein Gesichtdermassen abgenommen und blödig geworden, dass ihme, wie gerneer auch wollte, unmöglich geworden, das Werk zu vollenden". Ererklärte dabei, dass, wenn der Rath Jemanden anders dazu verord-nen würde, er alsdann ganz gerne die Hand darüber halten und seinBestes dabei verwenden wolle.
Der Registrator Adam Weiss übernahm nun die Vollendung derArbeit. Auf diese Weise kam über die Documente des Archiv-Ge-wölbes ein Repertorium zu Stande, welches den ganzen Urkunden-schatz inhaltlich kurz zusammenfasste, aber zum Zwecke einer be-quemen Uebersicht ein alphabetisches Namens-Register sehr vermissenHess. Mit der Registratur der im Syndicats-Archiv reponirten Schrift-