132
Totentanz.
daß ich jetzt sterben dürfte, eben jetzt, wo ich glücklichbin!. . .
Allan. Es kommt wer!
Judith. Laß sie kommen! Ich fürchte jetzt nichtsmehr in der ganzen Welt! Aber ich möchte, daß dumich unter den Mantel nimmst [sie spielt, daß sie sichunter dem Mantel verbirgt] und mit mir nach Norrlandfliegst. Was sollen wir in Norrland tun? Feldjägerwerden ... so einer mit einer Feder am Hut. . . das iststilvoll und wird dich gut kleiden . . . [spielt mit seinemHaar].
Allan [küßt ihre Fingerspitzen, die eine nach deranderen — darauf küßt er ihren Stiefel].
Judith. Was tust du, junger Tollkopf? Du wirstja schwarz um den Mund! [Erhebt sich heftig!]. . . Unddann kann ich dich nicht mehr küssen, wenn du gehst! ..•Komm, ich gehe mit dir!
Allan. Nein, dann werde ich arretiert!
Judith. Ich folge dir in den Arrest!
Allan. Das dürftest du nicht! . . . Jetzt müssenwir uns trennen!
Judith. Ich werde dem Dampfboot nachschwimmen...und dann springst du hinein und rettest mich, und dannsteht in der Zeitung, und dann können wir uns verloben!Wollen wir es so machen!
Allan. Du kannst noch scherzen, du?
Judith. Weinen kann man immer noch! . . . Sagjetzt adieu!
[Sie fliegen sich in die Arme, darauf zieht sichAllan durch die Hintergrundtür zurück, die offen stehenbleibt; sie umarmen sich draußen im Regen.]
Allan. Es regnet auf dich! Judith!
Judith. Was kümmere ich mich darum!