Zweiter Teil.
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Kurt. Nein!
Alice. Dann bist du zum Untergange verurteilt!
Kurt. Ach bewahre!
Alice. Denke dir, ich sitze da und sehe das Un-glück an dich herankriechen wie eine Katze ... ich zeigesie dir, aber du kannst sie nicht sehen!
Kurt. Allan mit seinen unbeirrten Blicken kann sieauch nicht sehen! Er sieht übrigens nur Judith, und dasist ja immer ein Unterpfand für gute Verhältnisse.
Alice. Kennst du Judith?
Kurt. Ein kokettes Kind mit einem Zopf auf demRücken und etwas zu kurzen Röcken ...
Alice. Ganz recht! Aber ich sah sie in diesenTagen in langen Röcken ... und da war es eine jungeDame ... doch nicht gar so jung, wenn das Haar auf-gesteckt ist!
Kurt. Sie ist ziemlich kräftig entwickelt, gebe ich zu!
Alice. Und sie spielt mit Allan!
Kurt. Das geht, so lange es Spiel ist!
Alice. So, das geht! . .. Jetzt kommt Edgar gleich;er setzt sich in den Sessel — den liebt er mit Leiden-schaft, so daß er ihn stehlen könnte —
Kurt. Er soll ihn bekommen!
Alice. Laß ihn dort sitzen, so bleiben wir hier.Und wenn er spricht — er ist morgens so schwatzhaft —wenn er von bedeutungslosen Dingen spricht, so werdeich sie dir übersetzen! ...
Kurt. Ach, du bist zu klug, zu klug, liebe Alice!Was sollte ich zu fürchten haben, solange ich meineQuarantäne untadelhaft besorge und mich sonst anständigaufführe I
Alice. Du glaubst an Gerechtigkeit und Ehre undall das!
August Strindbergs Schriften: Totentanz. 7