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Totentanz.
Kurt. Ihn da! . . . Es ist doch dein Mann!
Alice. Für mich ein fremder Mann, ebenso fremd wievor fünfundzwanzig Jahren. Ich weiß nichts von diesemManne . . . nichts anderes als . . .
Kurt. Halt! Er kann dich ja hören!
Alice. Jetzt hört er nichts.
[Ein Trompetensignal draußen.]
Der Kapitän [stürzt auf, greift zum Säbel und derUniformmütze]. Verzeiht! Ich muß nur die Posten revi-dieren. [Zur Hintergrundtür hinaus.]
Kurt. Ist er krank?
Alice. Ich weiß nicht.
Kurt. Ist er nicht bei Verstände?
Alice. Ich weiss nicht.
Kurt. Trinkt er?
Alice. Er prahlt mehr damit, als daß er trinkt.
Kurt. Setz dich und sprich, aber ruhig und wahr-haftig!
Alice [setzt sich]. Was soll ich sagen? Daß ich einMenschenalter in diesem Turm gesessen habe, einge-schlossen, bewacht von einem Manne, den ich immergehaßt habe und nun so grenzenlos hasse, daß ich andem Tage, an dem er stürbe, laut in die Luft lachen würde?
Kurt. Warum habt ihr euch nicht getrennt?
Alice. Eine Frage! Wir trennten uns als Verlobtezweimal, seitdem haben wir uns jeden Tag, der kam, zutrennen versucht. .. aber wir sind zusammengeschmiedetund können nicht loskommen. Einmal waren wir getrennt— im Hause — fünf Jahre lang. Jetzt kann nur der Toduns trennen; das wissen wir, und darum warten wir aufihn als den Befreier.
Kurt. Warum seid ihr so einsam?
Alice. Weil er mich isoliert. Zuerst rottete er alle