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Totentanz
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Erster Teil.

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Der Kapitän. Warte einen Augenblick! . . . [Klopftdas Schlußsignal] ... Es waren die Kinder, die auf derHauptwache in der Stadt sind. Judith ist wieder kränk-lich und geht nicht in die Schule.

Alice. Schon wieder! Was sagen sie noch?

Der Kapitän. Geld natürlich! .

Alice. Warum muß es Judith so eilig haben? Wennsie nächstes Jahr ihr Examen machte, wäre es früh genug!

Der Kapitän. Sag ihr das! Wirst sehen, wases hilft!

Alice. Du solltest es sagen!

Der Kapitän. Wie viele Male habe ich es nichtgesagt! Aber das weißt du doch, daß Kinder tun, wassie wollen!

Alice. Hier im Hause wenigstens! . . .

Der Kapitän [gähnt].

Alice. Gähnst du in Gegenwart deiner Frau?

Der Kapitän. Was soll man tun? . . . Merkst dunicht, daß wir jeden einzigen Tag dasselbe sagen! Wiedu eben deine alte gute Replik sagtest: „hier im Hausewenigstens," da hätte ich mit meiner alten antwortensollen: es ist nicht mein Haus allein. Aber da ich be-reits fünfhundert Male so geantwortet habe, so gähnteich stattdessen. Mein Gähnen kann also bedeuten, daßich zum Antworten zu faul war, oder „du hast recht,mein Engel" oder „jetzt hören wir auf."

Alice. Du bist recht liebenswürdig heute Abend!

Der Kapitän. Ist es nicht bald Zeit zum Essen?

Alice. Weißt du, daß Doktors das Souper vomGrand Hotel in der Stadt bestellt haben?

Der Kapitän. Nein! Dann haben sie Haselhühner!Weißt du, daß das Haselhuhn der feinste Vogel ist?Aber es ist eine Barbarei, ihn in Speck zu braten! . . .

August Strindbergs Schriften: Totentanz. 2