C 22 )genannt bat, war Fundi, gegenwärtig Fondi. Hin führtedurch dasselbe die Via Appia, welche in dieser Gegend immernoch einen Theil der neuern Hauptstrasse von Rom nach Nea-pel bildet. An den Stadtmauern dieses Orts überraschen denFremden die sondeibar in der Nähe der Tliore in das Augefallenden Grundlagen derselben, die aus grossen, vieleckigenBlöcken ohne Mörtel zusammen gefugt sind. Unbekanntschaftmit dem Substructionenbau der alten Römer halle diese, wieso viele andere ähnliche alte Ucberresle in Italien, für Spurenpelasgischer Anlage ausgegeben und sie ejelopische Mauerngenannt. Allein dieser Irrlhum , durch Franzosen und Eng-länder verbreitet, hat sich vor der Sache hinlänglich kundigenMännern nicht halten können. Von ihrer tiefen, grösslentheilsvon Bergen eingeschlossenen Lage, nah an einer tief in's Landeindringenden Meerbucht, bekam die kleine Stadt wahrschein-lich ihren Namen ; doch scheint sie nie einen Grad von Be-deutenheit erreicht zu haben. Von ihr weiss man nur so viel,dass sie frühzeitig von Rom das Bürgerrecht und nach demzweiten punischen Kriege das volle Stimmrecht erhielt, sowie auch, dass sie durch Augustus eine römische Colonic gewor-den ist, indem dieser sie seinen Veteranen gab. Ucbrigenszeichnete sie sich ehemals nicht weniger als wie gegenwärtigdurch ihren Weinbau aus, was schon Strabo von ihr rühmte.Ucberrascht wird man jetzt aber besonders durch die grossenLimonen- und Orangcnpflanzungen, die man in der Nähe derSladl im Freien, zunächst an der Landstrasse nach Neapel hin,kräftig sich erheben sieht.
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