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30 Bilder zu Horazens Werken
Entstehung
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( 23 )16) FERENTINUM. {Ferenüno.)Diese Ansicht zeigt Ferenlinum, eine der vorzüglichstenStädte der Hemiker im alten Lalium, die, wie fast alle Städtedieses Volks, die Spitze eines nicht unbedeutend hohen Bergseinnahm und noch jetzt einnimmt; denn sie besteht nochimmer innerhalb ihrer allen Mauern. Diese, die grösstenteilsaus grossen Polygonblöcken ohne Mörtel erbaut sind, habenin den neuern Zeiten die Aufmerksamkeit der Altertumsfor-scher auf sich gezogen, von denen die eine Partei sie fürA\ erke alter pelasgiscber Völker, die andere aber für Befesti-gungswerke der alten Römer selbst, mit mehr Wahrscheinlich-keit, erklärte. So viel ergiebt sich schon aus LiviusB. 55, c. 9,dass im Jahr nach Roms Erbauung 0G0 unter den Consuln L.C. Merula und Q. M. Thermus eine Colonie in diese Stadtabgeführt ward, und aus einer an den riesenhaften Substruc-tionen der ehemaligen Burg auf der höchsten Spitze, welchejetzt die bischöflichen Gebäude einnehmen, befindlichen, voll-kommen lesbaren grossen Inschrift erfährt man, dass die ausder Zeit des Bürgerkriegs mit Antonius bekannten ConsulnHirtius und Pansa den Aufbau dieser Fcstungsmauern besorgthaben. Auf jeden Fall bitten diese Werke dem militärischenArchitekten viel Meikwürdiges dar. Die Stadt lag zwar an derim Thale vorüberführenden Via Latina, übrigens aber in ihrerHöhe so ruhig und abgeschieden von der Welt, dass Horazin der angezogenen Stelle Jedem, dem ein abgeschiedenesvöllig geräuschloses Leben besonders lieb war, wohl mitallem Recht anrathen konnte, seinen Aufenthalt in ihr zunehmen.