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30 Bilder zu Horazens Werken
Entstehung
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i2) A R I C I A. (La Riccia.)

Wenn man auf der Reise von Neapel nach Rom die Pomp-linischen Sümpfe, Velelri und Genzano im Rücken hat, vorder Kirche del Galoro im ehemaligen Hain der Egeria amAlbanergebirgc schon vorbei gezogen und aus dem Bergwalde,der diesen Ilain ehemals gebildet haben soll, aus dessen ural-ten Licinen oder Slccheichen, Lorbeerbäumen und Castanienins Freie getreten ist, so bietet sicli auf der Hauptstrasse zu-nächst die voilietrende Ansicht auf den oberen Theil der ural-o

ten Stadt Aricia (jetzt La Riccia) den Blicken dar. Der hierallein sichtbare Theil der oberen allen Sladt ward ehemalsblos von deren Burg, der sogenannten Arx, eingenommen,denn die eigentliche Stadt lag links, am Abhänge des steilenHügels, im Thale, wo man hier noch einige Ueberresle ange-deutet erblickt, die zwischen Gärten und Weinbergen sicherheben. Die "anzc heutige Stadt ruht demnach auf demGrunde der allen Bing, welcher mit dem, durch die römi-schen Dichter berühmt gewordenen, Clivus \ irbii oderllippo-Ijti und dem Nemus Dianas zusammenhing. Aon ihr siehtman rechts den Palast des römischen Fürsten Chigi, unddann die Kuppelkirche, ein Werk Bernini's vom Jahre lGö/J,auf dem öffentlichen Stadiplatze. Der Blick trifft links aufeinen Theil des alten Latiums, das durch einen schmalen Streifvom T\rrhenermeer begrenzt wild. Die ViaAppia, welcheHoraz auf seinem Weg nach Brundusium betrat, zog sich abernicht die Burg empor, folglich nicht durch die neuere Stadt,sondern führte durch die alte Stadt, im Thale.

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