( 8 )auf der Via Valeria, einer der herrlichsten Kunstsirassen deralten Römer, die von ihrem Eibauer, dem Censor MarcusValerius Maximus , welcher im Jahre Roms 451 Dictatorwar, ihren Namen bekam. Noch jetzt wandelt man auf ihr,wenn man in Tivoli über die Aniobrücke ausserhalb derPorta S. Angelo gegangen ist und den Weg rechts im Thaleeingeschlagen hat, wo man Gelegenheit genug findet, in ein-zelnen , von ihr noch erhaltenen Ueberresten, sowohl dieZweckmässigkeit ihrer Anlage und Führung in dem schluch-tenvollen , engen Thale, als auch die Festigkeit ihrer Sub-struetionen zu bewundern. An ihr lag das alte Varia desHoraz, gegenwärtig Vico-Varo genannt, in einer Entfernungvon 7 — 8 römischen Miglien oder 2 '/ 2 deutschen Wegstun-den von Tivoli, ein kleines, ziemlich schmuziges Dorf, hartam rechten Ufer des Anio (jetzt Teverone) in einer äusserstromantischen Gegend. Die vorliegende Ansicht giebt zunächstim Vordergrunde, links, einen Theil der alten Via Valeria,den gewaltsam an ihr zu Tivoli hinab tosenden Anio, die bei-den reichbewachsenen Fclsenufcr, von denen das zur rechtenHand die Grenze der allen Aequer bildel, und in der Mittedas ärmliche Dorf selbst, das nur durch die schöne Kirche undein daran stossendes Seminargebäude einiges Ansehen erhält.Dieselbe Strasse und nicht wohl eine andere, hatte auch Ho-raz jedesmal zu nehmen, wenn er sich von Rom über Tibur,wo noch Uebcrreste der Wasserleitungen der Aqua Claudia undMarcia jetzt sich zeigen, in sein Sabinum begab. Hier inVaria musste er die Via Valeria verlassen; um den richtigangedeuteten Hügel links herum, der an das kleine, auf der
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