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13. Agar-Agar auszulösen: Dg in letzter Zeit die Gelatinehäufig versälscht und schlecht ist, so macht Henriette Davidisauf ein neues Bindungsmittel, die Agar-Agar, eine japanische Moos-art, die uicht verfälscht werden kann, empfehlend aufmerksam; sieist der Hausenblase ähnlich, aber weit billiger, eine poröse, gelb-lich-weiße Masse, in fußlangen und zollbreiten und hohen Stangen,deren eine fünszig Pfennig kostet und genügt, um aus drei Viertel-quart Flüssigkeit einen Gelee zu machen. Sie wird auch mit derScheere klein geschnitten, in einer großen Tasse mit Wein bedeckt(in Wasser löst sie sich nicht) und, fest zugedeckt, auf eine heißePlatte gestellt, wo sie sich in einer Viertelstunde bis einer halbenStunde ganz auflöst.
In Bremen ist die Agar-Agar schon Handelsartikel.
14. Glace auszulösen: stellt man das Nöthige davon in'KBain-Marie.
15. Saucen warm zu halten und zu wärmen: Mau gibtetwas zerlassene Glace darüber, wodurch sie keine Haut ziehenund stellt sie ins Bain Marie, in dem man auch die Saucenund überhaupt alles, was seinen feinen Geschmack behalten soll^aufwärmt.
16. Coteletten, Beefsteaks und dergleichen zu behandeln:
Wenn sie zugerichtet sind und nicht gleich bereitet werden können^so muß man sie mit Papier bedecken und an einen kühlen Ort stellen.
Zum Schlüsse dieser Regeln erlaube ich mir noch die Bemer-kung, daß man in Speisekammern und Vorrathsksmmern dochja darauf halteu möge, alles, was dessen bedarf, pünktlich zubezeichnen, da sonst Schaden aller Art entsteht, ja Leib und Le-ben bedroht werden kann, wie denn erst ganz kürzlich hier inder Nähe, bei einer Festlichkeit, die Leute beinahe Petroleum an-statt Branntwein erhalten hätten, und die meisten meiner Lese-rinnen kennen gewiß den „Oelpuusch" in Ottilien Wildermuthsvortrefflicher Erzähluug „Der erste Ehezwist", uud haben in einemandern ihrer Werke gelesen, wie es einer eben in Marbach(Schillers Geburtsorte) eingezogenen juugen Frau „begegnete,„als eine Bürgerssrau in den ersten Tagen ein Küchengrüßleiu„brachte, daß sie die Flaschen verwechselte und ihr statt Wein ein„Glas Essig vorsetzte; ein Glück war's, daß sie ihr ein Stück„Biseuit, uoch eineu Rest von der Hochzeit her, dazu gab, denn„in pflichtschuldigem Respekt vor der Frau Helferin tunkte das„gute Weib den Essig rein aus und ließ kein Tröpflein übrig.„Es war großer Jammer im Helferhaus, als der Irrthum nach-