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dem übrigen Teig rollt man halb Finger dicke Stängchen undlegt davon ein Gitter über die Marmelade, und zwar legtman zuerst über die Mitte der Torte ein Stängchen, und eiuzweites quer darüber, fodaß sich ein Kreuz bildet, legt dannan jede Seite des ersten Stängchens ein Stängchen und anjede Seite des zweiten Stängchens auch ein Stängchen, undso wird abwechselnd fortgefahren, bis die Torte ganz über-flochten ist, und man nur die Stängchen, wo sie überstehenmöchten, abstutzt, rund herum ein dickeres Stängchen legt, dieTorte leicht mit verklopstem Ei bestreicht, mit feinem Zuckerbestäubt und, wenn dieser an einem kühlen Orte zergangenist, sie gleich der Biscuit-Torte, aber etwas länger backt.Man kann sie aber auch ohne Fülle backen und hernach erstFrucht-Gelse oder dergleichen darauf thun.
Diese Torte muß entweder in einem Tortenblech mit ganzniederm Rande gebacken werden, oder wenn man sie auseinem gewöhnlichen Backblech backen will, so muß man einenvierfachen Rand von Papier darum legen; man nimmt dazuStreifen, die drei Finger breit sind und einen daumenbreitenBug haben, der eingeschnitten wird; an dem ersten Streifen,der zunächst an die Torte kommt, bestreicht man den obernTheil mit Butter, den untern, wo das Papier eingeschnitten,ist, mit Mehlkleister und legt den mit Butter bestrichenen andie Torte und den mit dem Kleister auf das Blech; dieandern Streifen werden ebenso angelegt, aber nur mit Kleisterbestrichen.
Es ist gut, wenn man die Linzer Torten den Tag vor-her backt.
10. Gewöhnliche Linzer Torte: Ein halbes Pfund feinstesMehl und ebensoviel gestoßener Zucker werden auf einemBackbrett mit einem Viertelpfund Butter in Stückchen, etwasZimmet, der an Zucker abgeriebenen Schale einer Citroneund zwei ganzen Eiern zu einem Teige gemengt, was einwenig mühsam ist, weil so wenig Flüssigkeit dazu kommt;wollte es gar nicht gehen, so kann man ein paar LöffelRosen- oder Orangeblüthwasser daran thun und den Teignun entweder zu einer Torte wie Nr. 9 oder auch zu offenenTorten benutzen, wo man außen herum bloß einen Randeinkneift, in der Art, wie bei der warmen Pastete Nr. 21,