128.)Cäsar zuerkannt hatte, auch diese besonders gewesensey, daß dessen Sohn, sobald er geboren war, oderauch demjenigen, den der Cäsar an Sohnes Stattannahm, die Würde des Pontifex Maximus verliehenwurde, und so auf die Erben und auf die übrigenNachfolger übergienge.Domherr von Hillesheim stellt die Frageauf: „Warum strebten die Heidnischen Kaiser undin unsern Tagen sogar noch einige christliche Fürstenso sehr nach der Würde des Pontifex Maximus?“Es ist klar, antwortet er, daß die Ursache inder Liebe zur Gewalt müße gesucht werden, die auseinem dem Menschen angebohrnen Stolze und Herrsch-sucht entsteht. Ein jeder wünscht eine Macht inHänden zu haben, über andere herrschen und ihnenin geist= und weltlichen Dingen Gränzen setzen undgebieten zu können. Darum suchten die heidnischenKaiser die geistliche Gewalt mit der weltlichen zuverbinden und dies ist auch der Grund, warum ei-Man sehe die Benennungen der Potestas Tribunitiasowohl, als über den Pontifex Maximus die Abbildun-gen nach, Tab. IV. Fig. 2. Tab. X. Fig. 1 et 3. Tab.XII Fig. 5 et 7. Tab. XXII. Fig. 3. Tab. XXIII. Fig. 1 et 2.Ferner auch die Abbildung der Mitra, einesrömischen Priesters Tab. X. Fig. 5. so wie jene derInful eines Pontificis Maximi Tab. X. Fig. 4. welchezu Rom aus dem Schnizwerke eines alten Marmor ge-nommen sind, worüber in der Folge eine nähere Be-schreibung gegeben wird.
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