Druckschrift 
Bd. 1 (1819)
Entstehung
Seite
90
Einzelbild herunterladen
 

(90)Soldaten und eine Colonie in das Oppidum derUbier eingeführt und lezteres nach ihrem Namen be-nannt werden sollte.Lipsius rr) und nach ihm Geleniusss) gebenals nähere Beweise hievon, folgende sehr alte Lapi-dar=Inschrift an, durch welche diese Benennung un-serer Stadt beurkundet wirdschichte der Teutschen macht bei dieser Eintheilung desdiesseitigen Germaniens eine Bemerkung über römischenStolz, indem, da die Römer Germanien selbst nicht be-zwingen konnten, sie diesem doch, um Beherrscher Teutsch-lands zu scheinen, den Namen Germaniam Cisrhena-nam minorem beilegten. Diese Bemerkung halte aberfür irrig und auf die Zeiten August's und Tiberiusnicht passend; indem damahls zu Rom das Staats-System war: Germaniam magnam auch zu einer rö-mischen Provinz zu machen. August bediente sich dazuandrer Mittel als Tiberius; Jener wollte es durchGewalt der Waffen dahin bringen, dieser aber durchList; denn sein Bestreben war, die Teutschen untersich selbst aufzureiben und sie dadurch zu nöthigen, ihmunterwürfig zu werden; beiden ist es aber fehlgeschla-gen. Unter Claudius änderte sich das Staats-System; man fand es der Klugheit angemessener, sichmit dem diesseitigen Germanien zu begnügen undden Rhein die Scheidewand zwischen Germaniam roma-nam und magnam seyn zu lassen. Hier könnte alsoSchmidts Anmerkung Statt finden.rr) Ad lib. 12 annal. Tacit..as) Lib. 1 de Col. magn. Synt. 3.