—( 85.)und zwar zur Ehre und wegen des Namens derAgrippina, Tochter des. Druſus Nero, und derAgrippina, Enkelinn des Marcus Agrippa,—Gallien von sehr kurzer Dauer gewesen und dabei nichtsMerkwürdiges vorgefallen seyn.Die Ubier waren von den Sueven in die Enge getrie-ben, und leztere den revoltirenden Belgiern zu Hülfegekommen. Agrippa also um den Ubiern beizustehenund Jene die Schwere seines, Armes, wie die Größeseiner Macht fühlen zu lassen, befreite die Ubier vonihren Feinden, führte sie diesseits des Rheins, und siedienten ihm zugleich als redliche Hülfsvölker und Bundes-genossen zu einer eigenen Vormauer gegen die Anfälleseiner und ihrer Feinden.Die fortdaurende Drückung, welche die Übier vonden Katten und Sueven leiden mußten; ihre Berge,Wälder und unfruchtbare Gegenden, welche sie gernegegen die Annehmlichkeiten und Reize des GallischenBodens vertauschten; dieses alles konnte es den Ubiernnicht schwer machen, eine bessere Wahl zu treffen undihre Wohnsitze auf dieser Rhein=Seite aufzuschlagen.Strabo sagt in Geograph. L. 4: „die Ubier sind selbstgerne und willig über den Rhein gefolgt.Vor den Ubiern wurden diese Gegenden, wie Cäsar B.2 Cap. 4. meldet, von den Condrusen, Eburonenu. s. w. bewohnet, und von diesen Völkern entsprossendie Tongern und andre nach den Niederlanden zuwohnenden Nationen; sie waren aber unter dem Joche der
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