—( 36etwas Sicheres und Bestimmtes feststellen und be-haupten zu wollen: so wird es doch hoffentlich nichtunangenehm seyn, eigene, darüber mit den Muth-massungen und Meinungen von andern gegeneinan-der gestellten, gesammelten Gedanken, als Beweise anzu-führen, woraus man, wo nicht eigentlich gewiß, dochwenigstens mit vieler Wahrscheinlichkeit, das Entstehenund den Ursprung unsrer Ubier herleiten und anneh-men kann.Die Geschichtschreiber halten allgemein dafürund sind der Meinung, daß der Ursprung jener Völ-ker, welche den Zwischenraum des Rheines, des Mainsder Weser, und der Lippe in den ersten Zeiten be-wohnt haben, und deren Nachkömmlinge späterhinUbier genannt worden, von dem Tuiton, oder demAscena, der ein Sohn des Gomerus, ein Enkel desJaphets und Urenkel des Noah war, herzuschreibensey. Denn zu jener Zeit, wo die Rache Gottes denstolzen unsinnigen Gedanken des Nembrods, der dieVerwegenheit hatte, den Thurm zu Babilon zubauen, auf eine besondere Art vernichtete, ist dieWelt unter die Kinder des Noah (wie die bewähr-testen Schriftsteller Brower und Masenius r) behaup-ten) vertheilt worden; so daß, dem Sem der Orient,der Occident oder Europa dem Japhet und die mitt-lern Länder, Africa nemlich, dem Cham zu Theilwurden, und jeder sich in diesen seinen Erdstrichenniederlieſſe.Die Nachkömmlinge des Japhets und seiner Söh-nen, nemlich des Gomerus, Magog, Madai, Javam,—r) Masen. s. j. in annal. Trev. Tom. 1. C. 9.
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