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Lippe sitzt. Der alte Bruder Rausch, der denMönchen Tafel- und Liebesgenuss schafft, derseine Stöcke schnitzt, hiebfeste Wehr für denWaffentanz unter den confratres, der einem Bauertreulich dient, einem Pfaffen und seiner Buhle einenargen Schabernack spielt — der alteTeufel und dochein neuer, ein neckischer heidnischer Kobold, dergegen Exorcismus zwar gefeit, um so mehrPrüge,von dem schnöden Menschenvolk einstecken musslbis er unter der väterlichen Leitung des welt-weisen Quardians Irminold — welch prächtigeGestalt! — es lernt, als „christlicher frommerTeufel" sich in die dumme Welt, ihr Spiel undihrenTrug zu schicken. Solcher Erneuerung gegen-über dürfen wir getrost des alten Bruno SeidelWorte 1 ) wiederholen:
Quis non legit,
quae Frater Rauschius egit!
*Verbindlichsten Dank schulde ich Herrn Prof.H. Anz für die gütige Erlaubnis zur Reproduktionseines einzigartigen niederdeutschen Druckes;dem hochgeborenen Earl of Ellesmere für die Er-laubnis den engl. Druck von J. 1626 einsehen zudürfen; der Direktion der kgl. Bibliothek zuGöttingen für die bereitwilligst gewährte Möglich-keit, den niederländischen Druck auf der hiesigenUniv.-Bibliothek benutzen zu können; ferner derVerwaltung des Britischen Museums, vorab denHerren J. A. Herbert und A. Ellis, für ihre stete,
') Brunonis Seidelii paroemiae ethicae, Francofurti ad Moenum 1589.