„For Bebelius and Cratander an alphabel of initial lettres was„constructed, which, in elegance of design and delicacy of engraving,„have scarcely ever been cqualled and certainly nevcr exceeded.„Whether they were engraved in relief on blocks of type or printer's„metal, in tlie manner of woodcutting, or executed in wood in the„usual manner, is a matter of doubt, and likely to remain so. They„may, in every point of view be regarded as the chef d'oeuvre of„ancient block engraving , and to copy them successfully at this time„might require the utmost efforts of such artists as Harvey, Jackson,,and Byfield."
(F. Douce, the dance of dealh p. 2I4.J
Erfreulich muss es uns, der Acusscrung Douce's entgegen, seyn,dass es deutscher Künstlerhand vollständig gelungen, die grossenSchwierigkeilen zu überwinden und uns nach jahrelangem Fleisse je-nes alte Originalwcrk zum ersten Male vollständig in trefflichem Fac-simile wieder zu geben. Das lirtheil Frcnzel's im Kunstblatt mag zumBelege, wie weit II. Lödel in Göttingen in den vorliegenden Nach-bildungen seine schwierige Aufgabe gelöst, folgen: er sagt u A.: „Es„wird nun hierdurch der von Sammlern oft ausgesprochene Wunsch„befriedigt, sich von dem äusserst seltnen Originale wenigstens in„Besitz einer treuen und guten Copie zu sehen. Denn der Künstler„unserer Zeit unterliess nicht, diese kleinen ein Zoll in's Gevierte„gross betragenden Bildchen möglichst genau nach dem im kön. Kupfer-„sticheabinet zu Dresden aufbewahrten Exemplare wieder zu geben...Man kann sagen, dass der Kunstler für die Kleinheit der Blattchen„den stupendesten Fleiss ausübte, die kleinen Köpfehen der Figuren„mit ihrem so verschiedenartig aufgefassten wahren Charakter darzu-stellen, als wie das Original sie darbietet. Alle kleine Nuancirungen„der Haltung sind mit grosser Feinheit angedeutet und wenn ein„komplet guter Abdruck dieser Initialen in der Reibenfolge der Ori-„ginalabdrücke geschieht, würde manches Auge eine kleine Täuschung„erleben . . . ."
Indem der unterzeichnete Verleger hiermit diese neue Ausgabe desHolbein'sehen Alphabets in Lödel's trefflichen Nachbildungen derOeffentlichkeit übergibt, hofft er, dass dieselbe von der Kunslweltfreudig begrüsst werden wird, um so mehr, als sie durch des Ma-lers Georg Osterwald Randzeichnungen im Stile Hans Holbeinsund der Zeit, sowie durch die auf den Tod bezüglichen Sprüche ausder heiligen Schrift und den Kirchenvätern, einen neuen, verdientenSchmuck erhalt.
Köln, im September 1849.
H. Lempertz.
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