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Holbenii Pictoris alphabetum mortis : vollständig in 24 Holzschnitten nach dem Dresdener Originale
Entstehung
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Vorwort.

^iVie sehr die Holzschnittzeichnungen des genialen Malers Holbeinschon vor unserer Zeit in Achtung standen, davon zeugen die vielenAusgaben seines fast zum Volksbuche gewordenen Todtentanzes, sowiedie Zeugnisse seiner Zeitgenossen und Nachfolger, von denen wir nurjenes in Sandrart's berühmtem Werke:Akademie der Bau-, Bild-und Maler-Künste" anführen, wo derselbe auf Seite 252 erzahlt:

So erinnere ich mich, dass, als Anno 1G27 der hochberühmtePaul Rubens auch Utrecht, allda die Virtuose, sonderlich den Hund-hörst zu besuchen kommen, und ihn von dannen auf Amsterdambegleitet, auch unterwegs im Schiff in dem Büchlein Holbeins überden gezeichneten Todtentanz speculirt, Rubens selbigen sehr hochgelobt, mit Vermelden, ich, als ein Jüngling solte es mir wohl be-fohlen seyn lassen, denn er selbst habe dies Büchlein in der Jugendnachgezeichnet . . . ."

Minder bekannt als jener Todtentanz blieb Holbcin's kleineresTodtentanz-Alphabet, da nur wenige vollständige Exemplare sich er-hallen haben, die in den vorzüglichsten Kabinetten als Meisterwerkeaufbewahrt werden. Ueber den Werth dieses Alphabets nachfolgenddie Urtheile einiger unserer anerkanntesten Kunstkritiker:

Das Technische in dem Alphabete mit dem Todtentanz ist unstrei-tig das Höchste, was man davon aufweisen kann, der hohe Charakterder Zeichnung und die einfach geformten Lagen der Striche, die sichzart im Licht verlaufen, zeugen von der grössteu Geschicklichkeitund der Zartheit nach scheinen diese Arbeiten (wie es von Manchengeglaubt wird) in Metall gegraben zu seyn" undWir wiederholen,..dass besonders in dem Alphabet mit dem Todtentanz der schönsteAusdruck der Zeichnung in den Köpfen der kleinen Figürchen ent-halten ist und das Ganze ein sehr hohes Gepräge der Kunst trägt."(Frenze 1, Kunstblatt 1825. No. 6.)

SN'och vorzüglicher" (als der grössere Todtentanz Holbein's)istein Alphabet gezeichnet und geschnitten, wovon jeder Buchstabe 11Lin. hoch und 11 Lin. breit ist und ebenfalls einen Todtentanz vor-stellt. Man kann sich nichts Vorzüglicheres denken , und es ist fastunglaublich, wie man nur so etwas in Holz schneiden können; siegewährten mir sehr vieles Vergnügen."

(Heller, Gesch. d. Holzschneidek. S. 149.)

Cet aiphabet est aussi beau pour le faire que tout ce qu'on peutvoir dans ee genre."

(Brulliot, dict. des monogr. I. p. 306.)