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mals die Idee zu einigen auf den Tod bezüglichen Bil-dern gegeben, wie Fiorillo meint 53 , ist mindestens sehrwahrscheinlich. Die eigentlichen Todtentänze aberhaben einen, dem elegischen Pathos dieses Gedichts völ-lig entgegengesetzten Charakter, da in ihnen, unbescha-det ihres erbaulich moralischen Zwecks, ja man darf be-haupten, zur Förderung desselben, überall der Geist derSatire durchblickt. Dies satirische Element desTodtentanzes und insbesondre seinen Zusammenhangmit der in Dichtung und Bildnerei des Mittelalters gleich-falls typisch gewordenen Personifizirung des Narren-thums, die nahe Beziehung der Hippe des Knochenmannszu Hanswursts Pritsche, hat Rosenkranz auf eine soeigentümliche, prägnante Art nachgewiesen und begrün-det, dass wir es uns nicht versagen können, die Ent-wicklung seiner Ansicht hier unverkürzt einzuschalten,zumal da wir uns schmeicheln, man werde in den Er-örterungen dieses nicht bloss tief, sondern ausnahms-weise auch klar denkendenPhilosophen die bündigsteRechtfertigung unsrer eignen poetischen Auffassungdes betreffenden Gegenstandes finden.
„Neben dem Gewirr der Narren", heisst es 5 *, „ging in der Zeiteine andre Anschauung, welche zu jenem eigentlich erst den Schlüs-sel darbietet, die nämlich, dass der Tod mit einem Jeden tanze.Die alte Welt hatte den Tod nicht überwunden, sondern trauerte mit