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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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imer fin fol. Di gemahele unferez herren fprichet: 'Ich habe mir ein min'ebordelin gemachet und hab ez geleget zwischen mine brufte'. Di mirre be-zeichent din rowen den fi hat umb irfunde. Nu fprichet fi: 'zuch mich,herre, na dir uf in bor, daz ich louffen muge in dime fuzen gelmacke diner5 falben, want ich enkan nirgen uf kümen van mine gebreften'.

Dar nach über unferen eben criften: wir fulen ane fehen daz alle di/S3rj werlt brinnet in den wuire der unkufcheit, und daz der fo luzel ift didruz werden gezogen, und daz fi der dufel mit gewald zuhet in di helle, unddaz fi alfo blint fint daz in noter ift zu der hellen dan unz zu dem himel-

10 riche. Der wizfage fprichet: 'Owe, herre, wer gibet mime houbete wazfe fund minen ougen vlizende trehene, daz ich muge veinen nacht und dachüber di kint dinez volkez und über ir funden?' Wir fulen unferme herrenhelfen clagen und weinen fin volc, daz der fu vil ift an den fine marteleund fin dot verloren ift.

15 Zu deine driten male über den blutigen menfchen der amme cruce hinc-

Job: 'So ich einen traben über mich geweine und den anderen neben mich,fo wein ich den driten vur mich über den armen gemartilden blutigen men-fchen'. Pauluf: 'Wer ift der fich irvrowet, ich en irvrowe mich mit ime,und der trorich ift und weinet, ich introre und weine mit ime?' Sol enez

20 igelichen menfchen leit unz zu herzen gan, fo ift daz vil billichere daz vnzder dot und daz blut Jefu Criftez zu herzen und zu feien ga. alfe dazvleich lebet van dem blute, alf ift daz leben unfere feien van den bluteJefu Crifto.

Ein lant heizet Evilat und fiuzet ein floz van dem paradife in daz lant-

25 van deme lande kumet daz hefte gold. Evilat bedudet di martile di divrowen lident fo fi ir kint gebert, und di martile bezeichent daz unfer herremit grozer quälen und mit grozer martele unz gebar an dem cruce, und dazrote gold bezeichent daz rote blut daz er durch unz gezen wolde. wi fulen

1. Gant. 1, 12. 3. Gant. 1, 3. 10. ,1 crem. 9, 1. 18. Rom. 12, 15. 24. Gen. 2,11-

1. h;ren von C über der Zeile eingefügt. 2. Roethc möchte lieber bondelin 'fasciculus'

esen. 3. di« rowen den] di vrowe den, doch von C rwe übergeschrieben und den in d'e

geändert; aber das Verderbnis iveisl auf di» (= den) rowe den der Vorlage. 10. gibet] von Gam rechten Rande hinter wer (w ; )> <* M deyi Zeilenschluß bildet, nachgetragen. 11. vlizende]

ursprünglich bl, doch wohl schon von Texthand durch Rasur des oberen b-Schaftes in v korr.,das von G nur noch übermalt wurde. 13. fu] 11 C. 15. über] v=b=, doch der erste s-Haken

wohl von Texthand ausradiert, liinc] i C. 17. dnten] (leiten, vur] « C. 19. enez] e f n C.

20. unz] durch die folgenden vfi (und) veranlaßt. 21. ga] G ändert in gat. 22. vleichv. zu S. 27, 7j. 4 vidi. 24. Evilat] eiulat, ebenso Z. 25, doch rührt der Strich über dem i erstvon G. fhizefj fluzen, doch setzt C über da# n, das er durch einen Punkt tilgt, ein t. ein] ein,der Strich von C, über dem ei eine Rasur. 2fi. gebert] vgl. bringet S. 68, Z. 24. 28. gezen]yJen C. wohl statt ge. wi] wir C.