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J re z lebenez bii't geiergert?' Si vragete wer fi weren. Do fprach vnler vrowe:^z fin di brudere dez dudefchen ordenez'. Si fprach mit weinenden ougenQaz fj nicht en M r efte daz fi di brudere alfo mit herzen minnete, und daz da^'lder di brudere ji alfo gar wert hette«. Di müter aller barmherzekeite warflre *i mantel uf und bette under igligeme arme einen dudefchen bruder 5tende mit einen wizen mantele und eime fwarzen cruce und fprach zu der°iufenvrowen: 'Sich hi, alfuz lip und wert haben ich di dudefchen brudere,A?a n fi mich fuderlichen lip [39'j habent und mich genzelichen zu muter undin einer vrowen irwelet hant. herumbe fo wil ich nimer wefen uf ertrichell0 eh in himelriche, ich ein welle mine brudere und mine libe dineftman, di 10c 'udefchen brudere, bi mir haben'.
Nach difen Worten fo wür unfer vrowe wider dannen fi waz kämen, undc * 1 clofen vrowe hette di dudefchen brudere wurbaz meir vil werdere und liberec 'an andere geiftliche lute.
Bi difen dingen fo muge wir wol irkennen daz alle geiftliche lute di ir 15gelubete haldent und di gemeinede in allen dingen, daz fi erwelet fin zu der^vigen vrowede.
Diz heiz ich rechte gemeinede: Slaffen und wachen, erbeiten und rüwen,ez fen und drinken und andere notdurft dez libez, di fol man geliche deilen^n fichen alfe den gefunden: den fichen mit barmherzekeite, den gefunden 20«Ort gerechtekeite, fo gibet unfer herre finen fegen zu deine gute und daz ewige'eben nach difeme libe. Alle notdurft fol man geben mit der zalen, mit derAva gen und mit der mazen.
Ez fint dru dinc dar alle orden uf gefazt und gefunderet fint, di ein^Hch menfche Gote geloben muz, fo er zu erft geiftlich wirdet. daz erfte ift 25gelubede ewiger kufheit; daz ander ift verfachunge eigenez willen, daz iftgehorfam biz an den dot; daz drite ift gelubete armutez, daz man imer mean e eigenfchaft lebe, der ein geiftlich menfche fal wefen. Dife dru dinc di•üachent den geiftlichen menfchen gelich unferme herren Jefu Crifto, Godezfune van himelriche, der reine und kufche waz an willen und an werken und 30r eine maget bleip mit feien und mit libe. Er waz och gehorfam Marien und*J°fep, do fi gingen van Jerufalem, in allen dingen und verzeich fich finez
4 vgl. Exempel 29 (S. 62 Z. 4).
4. [i] fehlt, dagegen ergänzt C hinter gar über der Zeile vnst vrawen. hette»] hettö,"Oer der Nasalstrich von C. Man sieht leicht den Irrtum des Schreibers, der zu verbessern war.6 - eine. 9. nimer] f 0. 10. libe] 5 0, 12. wür] r aus t (wüt : waten) von der Text-' la nd korr. 14. geiftliche] e 0. 16. gehbete, doch hinler dem i eine Rasur. 20. den
gesunden] fehlt hier, dagegen steht hinter den gefunden (am Ende der Zeile): alse de gefundO;' nS glich, daß die beiden Wörter im Original am Rande ergänzt und von dem Schreiber an unrechter»teile eingefügt wurden. 21. gerechzekeite. 30. der reine—mit libe] dazu am linken
Rande Lesezeichen -j+.