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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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werliche und trottet in mit finer genaden. Sente Auguftinuf fprichet: 'dirtroft unferez herren ift alle zart und alfo gar verwenet, fwer vremeden trofthat eder fuchet, deme wirt Gotez troftez nicht'. Swer van Got getroftetville werden, der fol mit geduld liden uzene und innene drubefal und unge-5 mach und fol fich gerne hinderen van alleme deme trotte der ime Goteztroft mach geminneren.

(25.) Ein münich waz zu Clerivaz, der hiz Reinalduf und bete gerneund hette och unfe vrowen van herzen lip. Einez dagez do er mit denanderen ginc körn fniden und er der garben hüte, do begund er zeidenkene

10 mit grozer hizekeite finez herzen daz alfo manic wiz man und och edel mandurch di libe Gotez di groze hizene und och di groze erbeit mochten er-liden, und clueht in wi fi alfo vrolichen erbeiten alfe obe fi gingen in eimewurzigarten vol aller fchonheit. Durch dife dinc fo leget er fine hende zefamene und lobete unteren herren daz er in zu alfe heiliger famenunge brach

16 hete. In difime gedanke irfchinen ime drie vrowen, di heften wicze cleidereund gar minenclich antlize. di erfte waz langer und vil minenclicher dan dianderen. Si gingen den berc her abe, den felben wec den der convent was?kumen, und do fi bi daz körn quamen, der gute münich fprach zu ime fel-ben: 'Herre Got van himelriche, wer fint dife fchonen minnenelichen vrowen

20 di wider unfer gewonheite zu unteren münichen fich heimelichent?' In difenWorten fo quam ein engel und fprach ime zu: 'Di erfte und di fchonefte dazift die reine maget Marie, Gotez muter van himelriche, di an/3,5'/deren zwodi nach ir gent, daz ift Sente Elzebet und Sente Maria Magdalene'. do erunfen vrowen horte nennen, do irfcrak er alfe fere van vroweden daz er

25 finez libez dinhein gewalt hette, wan er fi minnete van alle fime herzen. Erfprach zu deme engele: 'Liber vrunt und herre, war wil min vrowe?' derengel fprach: 'Si wilt zu iren fniteiren und wilt mit in fniten'. Bruder Rei-nold fag daz unfer vrowe und di mit ir quamen, gingen an den jan mit denmünichen und fniten mit in, biz der convent wider zu cloftere ginc. do wut

30 unfer vrowe wider ze himele mit iren zwein juncvrowen. Der gute münichwart dirre ding fere gebezert und gewan unteren herren und fin drut mfiter

1. Exordium Magnum Cisterc. dist. III (Migne / 185 c. 1062 A) und Herberti De Mi-raculis libri III: lib. I cap. I (Migne t. 185 o. 1273 A).

2. verwenet] von C durch Punkte getagt und gut darübergeschrieben, vgl. zu S. 2, 30.&ff. Swer geminneren] zu diesem Satz am linken Rande das Verweisungszeichen -j+. 8. unfe]f«e 0. 11. libe] 5 O. hizene] 0 ändert n in d. och] ö G. 17. gingen] i 0. 25. van]0 ändert a in o- alle] 5 C. 26. wil] hinter 1 ein Buchstabe (t?) völlig ausradiert, 8. zu 27-27. wilt] das t hier und indem folgenden wilt ausgekratzt, jedoch noch, sichtbar. Statt des zweitenwilt scheint ursprünglich wlit gestanden zu haben. 29. ginc] i C- wut] C ändert u in n undsetzt über das t, das er durch einen Punkt tilgt, ein r, liest also wür =-- vuor. 30. gute] 0 u.31. unteren] vfesn das am Zeilenschluß stehende v war C vielleicht nicht deutlich, er frischte esauf und fügte ein n, über das er den Balken hinwegzieht, am Bande hinzu.