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Die heilige Regel für ein vollkommenes Leben : eine Cisterzienserarbeit des XIII. Jahrhunderts ; aus der Handschrift Additional 9048 des British Museum
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Sweme unrecht und bof heit na geit und we düt, deine geit in gegine alle didinc di in behalden mügen an lib und an lelen. Bernarduf: 'Den fule wirbilliche [11"] zu allen ziten in deme hercen dragen, ane dez helfe niman ka Dbehalten werden, noch einen dag eder eine ftunde leben'. Kunde wir gefeheß5 mit der feien ougen wi de furftein van himelriche her abe kument zu den diiren herren lobent mit ftetlicheme gebethe, wi fi umbe fi geint und boven i»fwebent in den lüften und welche vroude fi mit in machent: di wile unfer feiein deme libe were, fo queme der gute wille nimer uzer dem hercen noch da«gebet ufer unferen munde. Swer fine feben zit getruweliche und andechtenc10 liehen begeit, der ift zu allen ziten an Gotes dinefte.

Wir folen och biten zu wer fichtencliche. Er fpricht felbe unfer herre:'Allez daz ir mich kunnent eider gedorent gebiten, ane zwivel daz fol ich uchgeiweren'.

(6.) Ez lach ein menfehe an fime dode und hette gar grozen vorte wa*15 fin feie kumen folde. Nu rifez unferen herren ane mit innenclicheme herceflund alle di heiligen den ez ie deneft geidet uf ertriche, daz zi ime zo helfequemen, daz ez nit ewecligen verloren würde. Do ez Got an ge rif und allefine heiligen di ez ge runen künde, do rifez do unfer vrowen ane und fprachdife wort mit inneclicheme hercen: 'Vrowe, gnade, miHer aller bermede, kuifl20 mi ze helfe und gedenke daz ich dine verabende alle jar vaftede zu vaffereund zu brode und dinen minnenclichen namen zu allen ziten van herze gernege horte und den fameftach vaftede an dine ere zu allen ziden. und dinheiligez Ave Maria fprach ich vür allen dingen. Alle dir dinge laz mich genizen und kum mir ze helfe, daz di arme feie id ver loren werde'. Nach25 difen reden fo quam di müter Gotez und irfchein dem menfehen in grozerclarheite und fprach übliche zu ime: 'Liber wrunt, du falt vir war wifzendaz du mir ni fo deinen dineft gedete uf ertriche, ich hab in allen ane ge-feriben in himelriche. und alfo dike du mit guter andacht min Ave Mariafpreche, alfo dike bat ich min kint wür dich daz er dir ge truweliche wolde

24. S. Bernardi Meditationes & 1. c. cd. 497 B § 19. 4 (künde) 7 (machent) vgl-Meditationes de c. 495 D bis 496 A. 11. Matth. 21, 22; Marc. 11, 24, auch in den Meditationes <bc. 496 D § 18 angezogen. 14. ~ A. Meister, Die Fragmente der libri VIII Miraculorum desCaesarius v. Heisterbach, Rom 1901, S. 160.

1. Sweme. i n ] J C. 5. und 6. wi] wi C. de] d'e C. furftein] wohl von C durch

Ausradierung des Striches über dem i und des letzten n-Striches in furften korr. von C. di]die G. 9. feben von G\in fiben korr. 10y begeit] i wohl von C durch zwei Punkte ge-

tilgt. Gotes] o von G nachgezogen. 11. öch C. 12. gedorent] d aus t korr. 14. vorte]v aus w korr. 17. nit] mittels Rasur des ersten Striches aus mit korr. ewecligen] zuerst standOwenecligeme; der Schreiber war wohl von dem folgenden oder voraufgehenden mit innenclichemebeeinflußt. 18. vrowen] v aus w korr. 20. mi] von C zu mir ergänzt. ver] v'er C.

26. falt] ä C. vir] C ändert in wr. 27. mir] der r-Haken von C, ursprünglich mit oder mic?