Druckschrift 
Maurerisches Handbuch oder Darstellung aller in Frankreich üblichen Gebräuche der Maurerei worin die Ableitung u. Erklärung aller mysteriösen Worte u. Namen von allen Graden ... enth. sind ... : aus d. Franz. ; mit 32 Kupfertaf.
Entstehung
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Mit der Behauptung stimmen wir zusammen, daßdie Freimaurerei, die heut zu Tage fast gemein gewordenist, nicht mehr bewirke, was sie seit ihrer Entstehung lei-stete; aber wir setzen hinzu, es ist nicht nothwendig, daßes anders sei; es ist übrigens kein Fehler der Stiftung,vielmehr der Menschen und der Umstände, welche nichtmehr dieselben sind und seyn sollen.Wir haben gesehen, daß die Freimaurerei und die al-ten Mysterien eine solche Beziehung unter einander hatten,daß man, ohne zu viel zu wagen, die eine als Nachfolge-rin der andern betrachten kann. Was waren nun aberdie alten Mysterien? Was lehrte man die Eingeweihtendaselbst? Welche Entdeckungen machte man ihnen?Fragen wir die Schriften, welche von den Mysterienhandelten, um Rath, so erfahren wir, daß ihr Geheimnißin der Lehre der Weisen und der Philosophen des Alter-thums bestand, welche dem unwissenden und einfältigenVolk seinen, ihm so theuer gewordenen Götzendienst lie-ßen, sich aber darin vereinigten, nur einen einzigen Gott,als Schöpfer und Erhalter aller Dinge, anzubeten, einenGott als Rächer und Vergelter, den einigen ewigen Gott,der die tiefste Ehrfurcht der Menschen verdiene.Die Einweihung war in mehrere Abstufungen oderZwischenzeiten abgetheilt; der Aufgenommene wurde nurnach und nach und mit Vorsicht aufgeklärt, um nicht anden Vorurtheilen seiner ersten Erziehung zu sehr anzusto-ßen; über das Alter der Leidenschaften mußte er schonhinweg seyn; man überzeugte ihn durch Belehrung undwar gar nicht Willens, ihm durch Machtsprüche den Glau-ben aufzudringen. Man unterrichtete ihn in menschlichenWissenschaften, welche damals nur in dem Heiligthumeder Tempel verschlossen waren, bevor man ihm die Wahr-heit zeigte. Nur erst nach anhaltenden Forschungen, diewenigstens drei Jahr, zuweilen auch noch weiter hinaus,dauerten, führte man den Neuaufgenommenen in das In-nere, in den geheimsten Theil des Tempels, wo man ihmden wahren Zweck der Einweihung enthüllte.