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Synodal-Predigt, gehalten in Elberfeld, über Hebr. 13,22
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Seite
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den Namen, daß du lebest und bist todt; — ich will über dich kommenwie ein Dieb in der Nacht, oder so: weil du lau bist, weder kalt nochwarm, will ich dich ausspeien aus meinem Munde. Und wer weiß,was für verheerende Ströme des Verderbens, wenn die Abgründe daunten wiederum und noch weiter aufgethan werden, über unsere evange-lischen Gemeinden hier sich daher wälzen werden, Verderben von denGegenden und Völkern herbringend, die so manchmal der Herr zurZüchtigung unseres Volks in Zeiten der Abtrünnigkeit gebraucht hat?Es fehlt den alten Gegnern der evangelischen Kirche, gegen welcheunsre Reformatoren sich erhoben, nicht an Lust und Neigung, das: „reinab, rein ab bis auf den Boden!“ — über unsre evangelische Kirche, auchmit allen Waffen dieser Welt, mit Feuer und Schwerdt in Ausführungzu bringen, — wenn eben nur die Macht dazu da wäre. Das Zeug-niß wider das römische Papstthum, das ich in der Zeit meiner Wirk-samkeit in hiesigen Gemeinden abgelegt habe, — möchte ich denselbenauch zum Schlusse versiegeln. Ich weiß wohl, wie Manche auch mei-ner lieben Freunde es gewissermaßen als eine schwache Seite ansehen,die man tragen und übersehen müsse, wenn ich alle diese Jahre in sol-chem Zeugnisse verharrte. Ich habe darum auch in dem schönen Liededes reformirten Gesangbuches: „Herr, wann wirst du Zion bauen“, denVers nicht singen lassen, der von Babels Hurenpracht und von BabelsFall redet: aber so viel kann ich sagen, die Geschichte der kirchlichenBewegungen in dieser Zeit hat meine vor Jahrzehnten ausgesprochenenBehauptungen in Betreff Roms nicht widerlegt und ich möchte wohlwünschen, daß ernstere Proben, wo es gilt bis auf's Blut widerstehen,denen erspart würden, die wegen Roms so sicher sind.Weß sollen wir uns trösten, was hoffen? — Wir wollenHerrn erinnern an das, was Er uns und unserem Volke geredetwir wollen unsre Zuflucht nehmen zu seiner Barmherzigkeit und uHoffnung setzen auf Jesum Christum, gestern und heute und derin Ewigkeit, unsre Hoffnung setzen auf die Gnade deß, der ausge-hat den großen Hirten der Schafe im Blute des ewigen Testamentsschaffe, wie allezeit, auch heute in uns, was ihm gefällig ist, dJesum Christum. Amen.