480der Jugend steht, daß Frühling in der deutschen Geschichteangebrochen ist. Darum vorwärts den Blick gerichtet, nichtrückwärts! Blüchers „Vorwärts“ trieb die Franzosen überden Rhein, so laßt uns mit „Vorwärts“ alle die Gespensterdes Mittelalters, den Kastengeist, den Ländchen=Patriotismus,die Eifersucht der Volksstämme, die Uneinigkeit, den altenErbfeind, vertreiben! Mehrmals in den letzten Jahren hatsich Einheit im deutschen Volke gezeigt und sie hat Früchtegetragen, wenn auch Kurzsichtigkeit sie nicht sehen will. Jederder es gut meint mit dem Vaterlande, pflege den Gedankender Einheit, daß er endlich zur That werde. Schmach aberden Männern, die im Verfechten ihrer kleinlichen Sondervortheile,im Verfechten von einseitigen Grundsätzen und Ansichten, imVerfechten längst widerlegter Vorurtheile, Zwietracht säen zwischenDeutschen und Deutschen!So rechnen wir von 1813 an ein auferstandenes Deutsch-land und die Geschichte jener Jahre ist der Beweis für dieMöglichkeit deutscher Größe, ist der Fingerzeig Gottes, der unsden Weg andeutet, den Deutschland gehen soll. Und so seg-nen wir das Blut das damals vergossen wurde, es ist derSamen einer schönen Zukunft; ehren wir die Männer, diediesen Samen gestreut haben und streben wir darnach, daß wir,daß unsere Kinder und Enkel würdig seien der Väter, diewieder aufstanden vom geschichtlichen Tode aus eigner Kraftund die Schmach vernichteten, die auf Deutschlands Namen lag.Heil Deutschland für immer!—
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