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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
479
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479Die fremden Völker sind seit langer Zeit gewohnt, Deutsch-land als den Spielball ihrer Politik zu betrachten derDeutsche ist noch immer wenig geachtet im Auslande. Deutsch-land kann sich nur geachtet machen, wenn es dem Auslandedie Stirn zeigt. Darum achten wir die fremden Völker, aberhüten wir uns vor Zuvorkommenheit, denn man legt sie unsals Schwäche aus. Nehmen wir die dargebotene Hand zumFreundes=Bunde an, aber bieten wir sie nicht selbst, dennman legt es uns als Schwäche aus. Lassen wir uns nicht ineine trügerische Friedensruhe einwiegen, denn es gelüstetden Fremden nach unsern schönen Gauen am Rhein und imOsten. Sie meinen gegründete Ansprüche zu haben auf unserEigenthum und es könnte die Zeit kommen, wo sie sie geltendmachen wollen.Die Geschichte jedes Volkes hat einen Höhepunct, vondem aus sie abwärts geht. Wir hatten ihn vor 600 Jahrenund von da aus ging es mit Deutschland abwärts, bis wir dietiefe Schmach erleben mußten, französische Emporkömmlinge alsdeutsche Fürsten zu sehen.Das Leben eines Volkes hat wie das Leben eines Menscheneine Jugend, ein Mannesalter, und eine Zeit der Altersschwächedie dem Tode vorangeht. Aber ein Volk kann vom Todewieder auferstehen. Das deutsche Volk hat ein ganzes Lebenbereits durchgemacht, es war altersschwach (in politischerBeziehung), als die französische Revolution ausbrach undes starb durch die Kriege bis 1809. Aber es stand 1813wieder auf und hat jetzt ein zweites Leben begonnen, es gehtjetzt wieder vorwärts, strebt einem neuen Höhenpuncte zu.Möchten diese Wahrheiten der Geschichte doch vor Allenbegriffen werden, und möchten die in mittelalterlichen AnsichtenBefangenen einsehen, daß das deutsche Volk jetzt wieder in