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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
455
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455Blücher hielt es endlich für die höchste Zeit, am KampfeTheil zu nehmen, obwol erst zwei Brigaden zur Handwaren, und gegen halb 5 Uhr brachen diese aus dem Waldehervor, nahmen ohne großen Widerstand das Dorf Frichermontund setzten sich mit dem linken Flügel Wellingtons inVerbindung.Napoleon hatte anfangs nichts weniger vermuthet, alsdaß die Preußen, die er in völligem Rückzuge nach der Maaswähnte, ihm hier in den Weg kommen würden, er hatte sichsogar geschmeichelt, daß Grouchy ihn unterstützen könnte undihm deshalb Befehle zugesandt*); allein schon um Mittag mußteer von dem Anmarsche der Preußen unterrichtet sein, und siekamen ihm deshalb nicht so unerwartet, wie man oft glaubenmachen will. Er hatte auch augenblicklich Truppen zur Hand,die er ihnen entgegenstellte.*) Daß die Schlacht bei Ligny nur mit dem Rückzuge, nichtmit der völligen Niederlage der Preußen endigte, sollte nachNapoleons Aussage die Schuld von Ney sein, der denPreußen nicht in den Rücken fiel. Wir haben aber gesehen,daß Ney bei Quatrebras genug zu thun hatte, sich zu halten,daß er also nicht nach Ligny marschiren konnte. Eben sowälzt Napoleon die Schuld des Verlustes der Schlacht beiBelle=Alliance auf Grouchy, der die Preußen theils nichtvon Mont St. Jean abgehalten hätte, theils nicht auch nochselbst gekommen wäre. Allein Grouchy ist eben so unschuldigwie Ney, denn eines Theils fand er die Fährte der preußischenArmee zu spät, um sie noch erreichen zu können, andernTheils stand er während der Schlacht bei Belle=Alliance selbstim Kampfe gegen das dritte preußische Armeecorps, konntealso nicht zu der andern Schlacht kommen. Daß Blücherseinen Rückzug nach Wavre nahm, um sogleich wieder zuschlagen, statt sich erst zu erholen und hinter die Maas zuziehen, verdarb Napoleons gute Pläne.