454machten jedoch gegen die Schlachtstellung selbst keine entschei-denden Bewegungen.Die Hauptangriffe der Franzosen gingen fortwährend aufdas Centrum Wellingtons, wozu ihre beiden Flügel, nachder Mitte drängend, mitwirkten. Die Franzosen bildeten jetztzu beiden Seiten der Straße von Brüssel eine Schlachtlinie,der englischen unmittelbar gegenüber. Das Feuer der Geschützewüthete ununterbrochen auf allen Puncten, die ganze Schlachtwar ein Wogen hin und wieder, ein Ringen Brust an Brust.Doch die Entscheidung sollte von einer andern Seite kommen.Blücher hatte versprochen zur Schlacht zu kommen, undseine Sache war Worthalten. Am 18. hatte er seine vierArmee=Corps bei Wavre zusammen, 5 Stunden Weges vonMont St. Jean. Am Morgen brach das vierte Corps, Bülowauf und erreichte Mittags St. Lambert, 1 ½ Stunde vomSchlachtfelde. Das zweite Corps folgte ihm, das erste Corpsnahm einen Weg mehr rechts, über Ohain, um sich unmittel-bar an den linken Flügel Wellingtons anzuschließen. VonWavre nach dem Schlachtfelde führen nur Nebenwege, diedurch schlechte Witterung sehr verdorben waren, so daß derMarsch der Preußen sehr verzögert wurde. Da die Franzosenihre Front gegen Norden hatten und die Preußen von Ostenher kamen, so mußten diese gerade auf den rechten französischenFlügel treffen. Am äußersten Ende dieses Flügels, unweit deroben erwähnten drei Vorwerke *) lag das Dorf Frichermont.Hinter dem dabei liegenden Walde sammelten sich die nach undnach anlangenden preußischen Truppenzüge und besetzten daraufden Wald selbst. Mittlerweile hatte die Schlacht vor ihnenschon begonnen, der Kampf tobte wild herüber und hinüber*) La Haie, Smouhen und Papelotte.
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