441vertheidigt werden mußten, einen in Charleroi selbst, einenandern rechts, den dritten links davon. Der letzte ward nicht,die ersten beiden aber werden gegen 8 Uhr Morgens ange-griffen. Charleroi wird bis 11 Uhr gehalten, der andereUebergang ging etwas früher verloren. Die Preußen ziehen sichhierauf gegen Gilly zurück und nehmen dort eine neue Auf-stellung. Die Franzosen bemächtigen sich jetzt aller Ueber-gänge, setzen über die Sambre und greifen um 6 Uhr Abendsdie Preußen bei Gilly wieder mit großer Ueberlegenheitan. Da das ganze Corps Ziethens nur die Aufgabe hat,den Feind einige Zeit aufzuhalten, bis die andern Corps vonLüttich und Namur sich bei Sombref vereinigt haben unddann selbst dahin zu marschiren, so ist von einem förmlichenTreffen gegen die ganze französische Armee natürlich keineRede. Ebenso wie das eine Corps Ziethens den andernCorps der preußischen Armee Zeit zum Sammeln verschaffensoll, so soll die eine Brigade von Ziethens Corps denandern Brigaden ihres Corps, indem sie den Feind aufhält,Zeit verschaffen, sich von ihren ausgedehnten Stellungen ander Sambre *) bei Fleurus zusammenzuziehen. Der Rück-zug selbst ist also den Preußen von Hause aus vorge-schrieben. Nach dem ersten Gefecht bei Charleroi und demzweiten hinter Gilly ziehen sich die Preußen bei Fleuruszurück, wo das ganze Corps versammelt ist. Die Franzosenlagern sich eine Stunde von Fleurus. Dies war die Eröff-nung des Feldzuges. Das Gefecht wird Gefecht bei Gilly oderbei Charleroi genannt. Die Preußen hatten 1200 Manndabei verloren. Am folgenden Tage ward die Schlacht beiLigny geſchlagen.*) Bei Fontaine l'Eveque und Moustier.
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