459ein Eindringen der Gegner vorhanden ist. Außerdem warBlüchers Feuereifer den Franzosen am gefährlichsten, auchwar zu hoffen, daß bei etwaigen Fortschritten in Belgien dasVolk sich für Napoleon erklären würde.Die genauere Aufstellung der Truppen war folgende:Die Preußen hatten die Maas besetzt. Das 4. Armee-Corps (Bülow) stand bei Lüttich, das 2. (General Pirch)bei Namur, das 1. (Ziethen) bei Charleroi, das 3. (Thie-lemann) bei Ciney. Das Hauptquartier war in Namur.Die Armee stand so, daß sie innerhalb 2 Tagen sich im Mittel-puncte ihrer Stellung versammeln konnte.Die niederländische Armee stand viel ausgedehnter. IhrHauptquartier war in Brüssel, wo auch die Rückhaltstruppenlagen. Ihr rechter Flügel stand von Ath bis Oudenarde, unddehnte sich von da in einzelnen Besatzungen selbst bis an dasMeer *) aus. Der linke Flügel stand von Ath bis Nivellesund lehnte sich hier gewissermaßen an die preußische Armee an.Die französische Armee stand mit ihren vier ersten Corpsbei Lille, Valenciennes, Mezieres nud Thionville. Die Rück-haltstruppen in Laon und ParisAnfangs Juni begannen die französischen Corps sichzusammenzuziehen und zwar so eilig und durch verstärkteVorposten versteckt, daß die Verbündeten erst spät etwas davongewahr wurden. Am 13. war die französische Armee zwischenPhilippeville und Avesnes versammelt, und an diesem Tage trafNapoleon von Paris ein **). Am 14. rückten die Fran-*) Nieuport**)Philippeville und Marienburg, jetzt belgisch, gehörten damalszu Frankreich und kamen erst durch den zweiten PariserFrieden an die Niederlande.
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