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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
395
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595Auch Glogau ward geplündert und ausgesogen, und dieZeit der Belagerung steht als Zeit des Elends in denJahrbüchern der Stadt verzeichnet. Nachdem diese den Winterhindurch gewährt hatte, kam endlich am 10. April ein Ver-trag zu Stande, nach welchem die Festung am 17. übergebenwurde.Mainz, damals zum französischen Reiche gehörend, wardauf dem rechten Rheinufer schon im November und Decemberumstellt, förmlich eingeschlossen aber erst im Januar, nach demallgemeinen Uebergange der Verbündeten über den Rhein. Zuder Blokade dieser Stadt wurden deutsche Bundestruppenverwandt. Doch ward aus der Blokade keine förmliche Bela-gerung, und es fielen wenig kriegerische Auftritte vor. Wasden Zustand der Stadt im Innern betrifft, so vergleiche man,was über Glogau gesagt ist. Die Spitzbüberei der Verwal-tungsbeamten, die den Lazarethen die nothwendigsten Dingevorenthielten, beförderte die ansteckenden Krankheiten dergestalt,daß in 5 Monaten 21,000 Menschen, ungerechnet 2500 derEinwohnerſchaft ſtarben.Die Uebergabe von Mainz erfolgte nach der Eroberungvon Paris auf Befehl der neuen französischen Regierung, am4. Mai.Wesel, ebenfalls zum französischen Reiche gehörig, wardim December von den Preußen eingeschlossen, während Bülowin Holland vordrang. Die Russen lösten darauf die Preußenab und wurden wieder von jenen abgelöst, so daß die Truppenvor der Festung mehrmals wechselten. Die Belagerungs-geschichte von Wesel ist dieselbe, wie bei den andern Festungen.Häufige Ausfälle der Franzosen zeichnen sie in etwas aus,übrigens kam es zu keiner nachdrücklichen Berennung desPlatzes. Im Innern, wie gewöhnlich Härte und Bedrückungen,