571seine Marschälle den Gehorsam versagten, daß sie seineAbsetzung als zu Recht bestehend anerkannten, daß die letzteHoffnung, die Treue seines Heeres, zusammenbrach. DieMarschälle mochten des Krieges müde sein, in dem sie nurverlieren, nichts gewinnen konnten, wer vermag überhaupt dieEntschlüsse der Menschen zu beurtheilen, die in einer Zeitgefaßt sind, wo die drängenden Ereignisse keiner ruhigen Ueber-legung Raum geben.Als Napoleon sich von allen verlassen sah, als ihmkeine Hoffnung, keine Möglichkeit eines Widerstandes übrigblieb, entsagte er dem Throne. Es war der 11. April 1814.Ueber sein ferneres Schicksal schlossen England, Preußen,Oesterreich und Rußland mit ihm noch einen förmlichen Ver-trag. Er behielt nebst seiner Gemalin die kaiserlichen Titel,die Insel Elba, unfern der italienischen Küste ward ihm erb-und eigenthümlich als selbstherrliches Fürstenthum übergebenes ward ihm ein Jahrgehalt von 2 Millionen Franken ausge-setzt, seine Verwandten behielten ihren fürstlichen Rang underhielten gleichfalls ansehnliche Renten, die, wie jenen Jahr-gehalt, Frankreich zahlen sollte.Am 12. ward dieser Vertrag unterzeichnet. Am 20. reisteNapoleon ab und begab sich nach Elba.§. 3.Das Kaiserthum war abgeschafft, die Person des Kaiserswar beseitigt, jetzt mußte Frankreich eine neue Staatsverfassungerhalten, mit den verbündeten Mächten mußte ein Friedegeschlossen, mußten die vielfach verwickelten Angelegenheitengeordnet werden. Die Bourbons machten Ansprüche auf denerledigten Thron, niemand widersprach diesen Ansprüchen,ihre Partei im Volke gewann immer mehr Raum — kurz24
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