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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
275
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275bevor die abziehenden Dänen diesen Fluß oder Kanal über-schreiten konnten. Letztere nämlich, da sie sich in Kiel nichthalten konnten, wandten sich über die Eider und dann linksab, nach Rendsburg zu. Dabei mußten sie sich durch einCorps der Verbündeten durchschlagen, das ihnen schon denWeg versperrt hatte und sie thaten dies siegreich in dem Tref-fen bei Sehstädt, worauf sie glücklich Rendsburg erreichten *Außer der nun in dieser Festung eingeschloßnen kleinen Armeehatte Dänemark keine Truppen zur Hand, die es den Ver-bündeten entgegenstellen konnte und diese rückten ungehindertvor. Schon hatten ihre leichten Truppen Schleswig erreichtund schwärmten um Friedrichsort und Glückstadt, da trugendie Dänen einen Waffenstillstand an, der vom 15. bis 29.December geschlossen, und später bis zum 6. Januar verlängertwurde. Während desselben fielen Glückstadt und Friedrichsort,deren Belagerung den Verbündeten in dem Waffenstillstandegestattet war, in ihre Hände, wobei sie über 450 StückGeschütze erbeuteten. Dänemarks Lage war jetzt mißlich; daum diese Zeit die Armee Benningsens auf dem rechtenUfer der Elbe erschien und die Belagerung Hamburg's über-nahm, so zog der Kronprinz auch noch die Truppen an sichdie bisher daselbst gestanden hatten und drohte nun mit einerfür das schlecht gerüstete Dänemark furchtbaren Macht, daskeinen Bundesgenossen, als das halbbesiegte Frankreich, dasnirgends eine Hülfe zu erwarten hatte. Dennoch verlief derWaffenstillstand, ohne daß es zu einem Friedensschlusse kam.Als nun aber der Kronprinz in Schleswig eindrang und dieleichten Truppen bis an den Belt schon streiften, gab dieIn diesem Treffen, wo übrigens die Dänen die Uebermachthatten, litten die mecklenburger Jäger großen Verlust.18*