253bedeutenden, ernstlichen Auftritten, denn Baiern knüpfte baldUnterhandlungen mit Oesterreich an, welche am 8. Octoberzu einem Vertrage führten, nach welchem Baiern der Sacheder Verbündeten beitrat. Am 14. October erfolgte die öffent-liche Erklärung. Die baierische Armee vereinigte sich sogleichmit der ihr bisher gegenüberstehenden österreichischen und derbaierische Feldmarschall Fürst Wrede übernahm den Ober-befehl. Die vereinigten Armeen, 57,000 Mann stark rücktensogleich vom Inn nach dem Maine. An diesem Strome warzunächst Würzburg noch in den Händen der Franzosen *)Fürst Wrede schloß die Stadt ein und da seiner Aufforderungzur Uebergabe nicht entsprochen wurde, so bombardirte er die-selbe **) und unternahm einen Sturm, der abgeschlagen wurdeDa aber der französische Befehlshaber zu schwach war, dieFestung gegen einen neuen Sturm zu halten, so übergab erdieselbe und zog sich in die Citadelle zurück. Fürst Wredeließ eine Besatzung zurück und nahm dann eine Stellung be-Hanau, um dort dem von Erfurt heranziehenden Feinde eineSchlacht zu liefern.§. 4.Napoleon, der am 23. Erfurt erreicht hatte, gönnteseinen Truppen eben nur die nöthigste Erholung und setztesogleich seinen Rückzug nach Eisenach fort, indem er selbst am25. Erfurt verließ. Vor dieser Stadt hatte er seine NachhuStellung nehmen lassen, um den Rückzug zu decken.Schwarzenberg erwartete, daß Napoleon bei Erfur-eine neue Schlacht anbieten werde. Aus diesem Grunde waren) Würzburg war damals die Hauptstadt des Großherzogthumsgleiches Namens und gehörte zum Rheinbunde.**) In der Nacht vom 24. zum 25. October.
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