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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
257
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257§. 3.Auf seinem weitern Rückzuge nach Frankreich traf Napo-leon auf einen neuen Feind, der es versuchte, ihm den Wegzu verlegen. Dies war die vereinigte baierisch=österreichischeArmee. Um deren Erscheinen auf dem Kampfplatze zu erklären,müssen wir etwas weiter zurückgehen.Bekanntlich hatten nach und nach alle Staaten Deutsch-lands, außer Preußen und Oesterreich, den Rheinbund gebildet,dessen Protector (d. h. beinahe Oberherr) Napoleon war.Die Truppen der Rheinbundsstaaten hatten auch fortwährendunter den französischen Fahnen gefochten. Als nun der neueKrieg gegen Napoleon ausbrach, ließ sich erwarten, daßdiese Staaten der allgemeinen Sache beitreten würden, sobaldsie könnten. Bisher hatten dies nur die mecklenburgischen undanhaltischen Fürsten gethan, denn die übrigen Staaten lagennoch im Rücken von Napoleons Heeren*). Allein je mehrsich Napoleons Lage verschlimmerte, desto unzweideutigerzeigte sich die Lust aller deutschen Völker, gegen Napoleonaufzutreten. Der wichtigste Staat des Rheinbundes nächstSachsen war Baiern. Wir erinnern uns, daß eine baierischeArmee an der Grenze von Oesterreich stand, einem Einfalle derOesterreicher die Spitze zu bieten, und daß dieser gegenüberauch eine österreichische Armee stand, um Baiern in Schach zuhalten **). Doch kam es zwischen beiden Armeen nicht zu*) Ein Hauptgrund von Napoleons hartnäckigem Festhaltender Elbe, das ihn in's Verderben stürzte, lag wol darin,daß er den Abfall des Rheinbundes voraussah, sobald er sichnach dem Rheine zog und dieser Luft bekamen.Eben so kämpften 8000 Baiern noch unter NapoleonsHeeren.