255immer, mit seinen andern Corps diesem gefolgt, wobei seineReiterei den abziehenden Franzosen fortwährend viele Gefangneabnahm. Die böhmische Armee hatte über Pegau gleichfallsam 18. ein Corps *) nach der Saale gesendet, welches nachNaumburg und Kösen aufbrach, aber nur langsam vorrückte.Am 20. war Napoleon bei Weißenfels über die Saalegegangen und hatte sich nach Freiburg gewandt. Bald darauferschien Blücher in Weißenfels und erzwang gegen die fran-zösische Nachhut den Uebergang, um den Feind zu verfolgenZu gleicher Zeit hatte sich York von Halle aus nachFreiburg gewandt, und unterwegs 4000 Gefangne der Ver-bündeten befreit. Bei Freiburg ereilte er das französische Heer,als es die Unstrut überschritt. Er griff es sogleich an. DieVerwirrung der Franzosen war unglaublich. Der Rückzug undder Mangel hatten das Heer sehr demoralisirt, und zum Ueber-fluß wurden sie in ungünstigem Terrain, bei einem Flußüber-gange von ihren unerbittlichen Feinden angegriffen. Indessenwar der Uebergang schon zu weit vollendet und York zuschwach um mehr thun zu können, als dem Feinde einenempfindlichen Verlust, namentlich an Gefangnen zuzufügen.Die Franzosen behaupteten Freiburg unter fortwährendemGefecht und erst die Nacht machte diesem ein Ende.Von Freiburg aus richtete Napoleon seinen Marschnach Eckartsberga und von da über Buttelstädt nach Erfurt,wo er am 23. ankam.Ein heftiges Gefecht hatte noch bei Kösen stattgefunden,wohin Napoleon den General Bertrand von Freiburg ausgesandt hatte, um wo möglich den Engpaß daselbst zu behaup-ten, damit die Verbündeten auf dem kürzern Wege nicht in*) Unter Giulap.
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