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1813, 1814, 1815 : Volksbuch
Entstehung
Seite
249
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249Die Vorstädte Leipzig's sind mit fortlaufenden Ringmauernumgeben; die Franzosen hatten diese mit Schießscharten ver-sehen, hatten die Thore verrammelt und vertheidigten sich aufdas hartnäckigste. Acht Thore waren es, welche die Verbün-deten erstürmen mußten, was um so schwieriger war, da siedie Stadt möglichst schonen wollten, deshalb keine Granatenwarfen, überhaupt in Anwendung des groben Geschützes sichmäßigten. Der Angriff erfolgte nach und nach von allenSeiten, während dessen der Rückzug der Franzosen nach Lin-denau ununterbrochen fortdauerte, obwol immer größere Ver-wirrung dabei entstand.Von einer erfolgreichen Vertheidigung einer blos mit(größtentheils) Lehmmauern umgebenen Stadt konnte nicht dieRede sein, doch kostete die Besiegung alles Widerstandes denVerbündeten viele Menschen. Ein Thor nach dem andernwurde erstürmt, und die Franzosen auf die innere Stadtzurückgeworfen. Auch hier versuchten sie noch einigen Wider-stand, doch vergebens, der größte Theil der noch in Leipzigbefindlichen Truppen wurde gefangen denn der Rückzugwar ihnen abgeschnitten.Napoleon hatte die Nacht in Leipzig *) zugebracht,hatte am Morgen des 19. Abschied vom König von Sachsengenommen, hatte dem Magistrat empfohlen, eine Deputationan die Sieger zu senden **), welche um Schonung der Stadtbitten sollte und war dann, sich mühsam einen Weg durchseine eignen flüchtigen Schaaren bahnend, nach Lindenau gerit-ten, wo er mehrere Stunden verweilte. Die einzige Elster-Im hôtel de Prusse**) Dies geschah und von den Kriegsfürsten ward möglichsteSchonung der Stadt versprochen und gehalten.